Ideenwettbewerb

für Areal an der Schützenstraße in Vorbereitung

Der vom Hofer Stadtrat geforderte Ideenwettbewerb für das stadtplanerisch hochinteressante und insgesamt 4,8 Hektar große Areal an der Hofer Schützenstraße befindet sich seitens der Stadt Hof in Vorbereitung. Soviel steht fest: Wo zuletzt die fünfte „Hoftexplosion“ über die Bühne ging und wo schon in wenigen Tagen wieder die Hofer Filmtage zu ihren Partys einladen werden, soll in einigen Jahren vor allem qualitativ hochwertiger Wohnraum geschaffen werden zur Stärkung der Innenstadt. In welcher städtebaulichen Form und in welcher Kombination mit anderen Nutzungen dies am besten geschehen kann, dafür soll der angedachte Wettbewerb spätestens bis Herbst des Jahres 2020 eine Lösung liefern. Begleitet werden soll die Ausschreibung aber nicht nur durch den Eigentümer Hoftex und die Stadt Hof: Auch ein Investor für das Gesamtprojekt ist bereits gefunden. Das Unternehmen „Kommunalprojekt PPP AG“ aus Potsdam ist bereit eine gemeinsame Erklärung zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Stadt und Hoftex zu unterzeichnen.

„Investor, Eigentümer und Stadt – wir alle wollen die Überplanung des Areals aktiv umsetzen“, so Ute Mühlbauer, Leiterin des Fachbereiches Stadtplanung bei der Stadt Hof. Die Ausschreibung für ein Planungsbüro, das die angedachte Ideenfindung begleiten soll, läuft bereits. Mit der Hoftex beteiligt sich auch der Grundstückseigentümer  an den Kosten des Wettbewerbs, die auf rund 80.000 EUR geschätzt werden.

Hoher Wert für die Kernstadt
„Das Gelände ist städtebaulich viel zu schade und zu zentral gelegen, um dort einfach irgendetwas zu verwirklichen, was möglicherweise weder nachhaltig, noch gewinnbringend für die Stadtgesellschaft ist“, stellt Ute Mühlbauer unmissverständlich klar. An diesen Kriterien waren in der Vergangenheit bereits mehrere Investitionsideen gescheitert – auch deshalb weil sie von Stadtrat und Stadtverwaltung als schädlich für die Hofer Innenstadt erachtet wurden. Sorgsam und mit Bedacht müsse man hier vorgehen, so Mühlbauer. Nicht Schnelligkeit, sondern Qualität und ein stimmiges Gesamtkonzept zähle, so die leitende Stadtplanerin. Gesucht sei im anstehenden Wettbewerb darum nichts weniger als „ein Masterplan“ für das gesamte Areal und nicht nur für einzelne Teilflächen. Dabei sind sämtliche Themen der Stadtentwicklung neu zu denken: Nutzungen, Erschließung, die sogenannte „Durchwegung“, öffentliche Räume, Platzgestaltung, Anbindung an den ÖPNV, Versorgung, Baugrenzen, Dichte und maximale Gebäudehöhen, Grün, Denkmalschutz, Anbindung an die Innenstadt etc. Die Aufgabenstellung ist umfangreich und um die beste Lösung zu finden ist die Durchführung eines Wettbewerbs erforderlich.

Investor begleitet Ideenfindung
Das sei letztlich auch die Meinung von Eigentümer und Investor. Letzterer, das Unternehmen „Kommunalprojekt PPP AG“ hat viel Erfahrung in der Entwicklung von ehemaligen Industriebrachen hin zu funktionierenden Stadtquartieren. In Hof wolle man nun modernen und innovativen Wohnraum gestalten. Der Schwerpunkt der Gebietsentwicklung liegt aus Sicht des Investors in der Schaffung von innerstädtischem Wohnraum in vielfältiger Form. Dieser müsse aber im Zusammenspiel mit anderen Faktoren und der Umgebung umgesetzt werden, weshalb man einem Ideenwettbewerb positiv gegenüber stehe und sich bei dem Auslobungstext aktiv einbringen will. „Das Grundstück und weitere benachbarte Areale, wie z.B. die Parkplätze an Post- und Schützenstraße, bieten eine einmalige Chance zur Entwicklung eines ganzen innerstädtischen Quartiers – das ist für uns, aber auch für die Stadt Hof ein Glücksfall. Hof hat eine beachtenswerte Entwicklung hinter sich, die wir zusammen mit unseren Partnern weiter voranbringen möchten“, so Christian Wecke von Kommunalprojekt PPP AG.

Viele Möglichkeiten
Dafür, was sich am Ende auf dem Areal wiederfinden wird, gibt es viele Ideen: „Von Wohnen in jeder Form über soziale Projekte, Kindergärten, Schulen bis hin zu einer neuen Jugendherberge, Urban Gardening, medizinische Praxen oder kleine Ladengeschäften für den täglichen Bedarf ist vieles denkbar“, so Ute Mühlbauer. Und weiter: „Nur eines wollen wir nach wie vor auf keinen Fall: großflächigen Einzelhandel, der die Kernstadt ausbluten ließe.“ Würde Letzterer umgesetzt, fiele zudem auch die Förderfähigkeit des Ideenwettbewerbs seitens der Regierung von Oberfranken weg. Das Spektrum möglicher Planungsideen ist also insgesamt sehr groß. Auch dass die bisher leerstehenden und nur für kulturelle Feste genutzten Hallen abgerissen werden, ist laut der städtischen Stadtplanung noch gar nicht sicher: „Allein der Abriss dürfte bis zu 1,8 Mio. EUR kosten – vielleicht findet sich auch ein Konzept, das Teile der bisherigen Gebäude mit in ein Gesamtkonzept integriert.“

Stadt entwickelt Bauleitplanung
Ein genauer Zeitplan für eine bauliche Veränderung des Areals lässt sich naturgemäß noch nicht definieren. Eines allerdings ist klar: Entscheiden sich Investor, Eigentümer und Stadtrat für die Umsetzung einer der Ideen des städtebaulichen Wettbewerbs, dann steht mit der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplanes für das Gelände ab Ende 2020 zunächst die nächste große Aufgabe an. Die Umsetzung und Aktivierung des gesamten Quartiers ist für die Stadt eine mittelfristige bis langfristige, städtebauliche Aufgabe.


Foto: Werner Kube

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