Stadtratsbeschluss zur Gelben Tonne

Die Gelbe Tonne wird nichts kosten

21.12.2021

Die Gelbe Tonne kommt. Im Jahr 2024 soll es in der Stadt Hof und dem Landkreis losgehen. Leichtverpackungen, die momentan per Plastiksack an den Wertstoffinseln eingeworfen werden, können in zwei Jahren bequem in eine neue Tonne direkt an der Wohnung entsorgt werden.

Hofer Stadtrat stimmt für die Gelbe Tonne

Der Hofer Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung vor Ende des Jahres die Einführung beschlossen. Seit dem Sommer laufen Gespräche zur Einführung der Gelben Tonne: Im Stadtrat und dem Abfallzweckverband gab es Informations- und Diskussionsrunden. Zuletzt in einer Online-Info-Veranstaltung zu der die Stadt Hof eingeladen hatte. Stefan Böhme, Geschäftsführer der Böhme GmbH Wertstofferfassung, der dank der bereits eingeführten Tonne in Wunsiedel Erfahrungswerte einbringen kann, weiß, dass sich auch in Hof der Umgang mit der Gelben Tonne einspielen muss.

Die Gelbe Tonne wird die Hoferinnen und Hofern nichts kosten

Am 1. Januar 2024 soll vor jedem Haus in Hof eine Gelbe Tonne stehen. Fragen wie Tonnengrößen, Leerungszeiten oder wie die Tonnen abgeholt werden, werden in den kommenden zwei Jahren definiert. Was sicher ist: Die Gelbe Tonne wird die Hoferinnen und Hofern nichts kosten. Anders als bei der Müllabfuhr ist das Einsammeln von Kunststoffverpackungen keine öffentliche, sondern eine rein privatwirtschaftlich gelöste Aufgabe. Wer einen Plastikbecher anbietet, ist dafür verantwortlich, dass der Becher nach Gebrauch ins Recycling geht. Da das die Hersteller nicht selbst übernehmen können, gibt es die Dualen Systeme: Verwaltungen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, den Kreislauf der Verpackungen zu organisieren – inklusive Abfuhr, Sortierung und Verwertung der Materialien. Das Geld dafür bekommen sie, über Lizenzen für die einzelnen Verpackungen, von den Herstellern. Die holen es sich von den Verbrauchern zurück: Wer im Supermarkt eine Sahne kauft, zahlt auch die Verwertung.

Die Diskussion im Stadtrat hat gezeigt: Die Vorteile überwiegen

Zum Beispiel entfällt der Gang zu den Wertstoffinseln. Natürlich spielt auch die Hoffnung eine Rolle, die Verschmutzungen rund um die Container zu minimieren. Ein Blick nach Wunsiedel, wo es die Gelbe Tonne seit April 2021 gibt. Dort fallen 31 Prozent weniger Verschmutzungen an den Inseln an, sagt Herbert Pachsteffl, Geschäftsführer des Abfallzweckverbands Hofer Stadt und Land. Mit den Größen der 120- und 240-Liter-Tonne und Leerungsintervallen sollten alle Müllerfordernisse der Hoferinnen und Hofer gestillt werden können. Die Gelbe Tonne wird das gesellschaftliche Problem, dass viele ihren Müll illegal entsorgen, nicht lösen.

Kritikpunkte stehen weiter im Raum

Tatsache ist, die Sammlung von Leichtverpackungen kann nur in Reinform funktionieren. Mischformen sind nicht möglich. Also ist Aufklärungsarbeit vonnöten. Beispielsweise sollten Aludeckel von Joghurtbechern entfernt werden. Bei Fehlwürfen bleibt die Gelbe Tonne ungeleert beim Bürger stehen. Wie das kontrolliert werden kann und welche Konsequenzen daraus entstehen, wird weiter diskutiert. Hier hilft der erneute Blick nach Wunsiedel: Nach einer Einführungszeit mit Aufklärungsangeboten und einer klaren Informationsstrategie haben sich Fehlwürfe oder stehenbleibende Tonnen auf ein Minimum reduziert.

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