Kunstverglasung im Foyer der Johann-Vießmann-Schule – Berufliches Schulzentrum Hof wird restauriert

Kunstwerk von Herbert Bessel bleibt erhalten

23.02.2022

Die Restaurierung der Kunstverglasung im Foyer der Johann-Vießmann-Schule – Berufliches Schulzentrum Hof ist vom Bauausschuss beschlossen, sodass der Auftrag zu den Arbeiten ausgeschrieben werden kann. Das Kunstwerk wird somit im Rahmen der Generalsanierung des Gebäudes erhalten und restauriert.

Der Entwurf der Verglasung stammt vom Künstler Herbert Bessel, der 1960 die ca. 14 m hohe und 3 m breite Glasfassade des Foyes und Haupttreppenhauses über mehrere Etagen mit einer damals neuen Klebetechnik künstlerisch gestaltete.

„Es ist sehr erfreulich, dass durch Spendenzusagen diese künstlerische Arbeit erhalten bleibt, um etwas vom ursprünglichen Charakter des Foyers auch in den sanierten Bau zu übertragen. Damit bleibt der Charme erhalten und wird durch ein modernes Ambiente ergänzt“, sagt Oberbürgermeisterin Eva Döhla. 

Im Zuge der Generalsanierung des Gebäudes muss auch die Glasfassade saniert werden, da der vor 60 Jahren verwendete Klebstoff erhebliche Schäden aufweist. Die gesamten Klebeflächen des Epoxydharz-Klebers sind massiv verfärbt. Die Echtantikglasscheiben des Mosaiks sind bis auf wenige Teile erhalten, können abgelöst und auf eine neue Trägerscheibe aufgebracht werden, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Im Rahmen der Generalsanierung der Johann-Vießmann-Berufsschule wurde der Sanierungsbedarf der Glasfassade erkannt und von den Derix Glasstudios, Taunusstein-Wehen, ein Sanierungskonzept erarbeitet. Die Firma hatte noch zu Lebzeiten Bessels mit dem Künstler gearbeitet und ist mit seiner Arbeitsweise vertraut. Das Sanierungskonzept soll die bestehende Kunstverglasung dahingehend erhalten, dass die Echtantikglasscheiben von der Trägerscheibe gelöst, von Kleberesten gereinigt und in ihrer ursprünglichen Anordnung auf neues Trägerglas aufgebracht. Es soll dabei die gleiche Technik wie im Kölner Dom bei den Fenstern von Gerhard Richter zur Anwendung kommen.

Die Finanzierung durch Fördergeber (Vießmann-Stiftungen, Textilgruppenstiftung, Sparkassenstiftung, Oberfrankenstiftung, Gewährträgerspende der Sparkasse Hochfranken) in dieser Höhe ist gesichert.

Zur Person Herbert Bessel

Herbert Bessel gehört mit seinen Grafiken und Prägedrucken zu den bedeutenden Künstlern in Nordbayern und darüber hinaus. In Hamburg geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt, um 1947 an die Akademie der bildenden Künste Nürnberg zu wechseln, wo er 1954 als Meisterschüler abschloss. Von Lindau bis Hof sind in Süddeutschland seine Werke zu finden. Rund 40 verschiedene monumentale Glasarbeiten schuf er für Kirchen, aber auch für profane Gebäude. Die Hofer Arbeit in der Berufsschule steht exemplarisch für diesen Teil seines Schaffens. Das ebenfalls von Bessel stammende Fenster in der Oberkotzauer St. Antonius-Kirche ist ein Zeugnis seines Schaffens im kirchlichen Raum.

Foto: Stadt Hof

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