Klimaforum der Metropolregion Nürnberg: Hof stellt Klimaschutzstrategie vor

Verwaltung nimmt Vorbildrolle ein

16.12.2021

Sebastian Auer, Klima-Bürgermeister der Stadt Hof, stellte die Klimaschutzstrategie der Stadt Hof mit den wichtigsten CO2-Einsparpotenzialen vor. Anlass war die 40. Sitzung zum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion Nürnberg. Das Gremium nahm erfreut zur Kenntnis, dass der Hofer Stadtrat beschlossen hat, bis 2040 klimaneutral zu werden.

Zweite Vollzeitstelle genehmigt

Über 50 kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen müssen Verwaltung, Wirtschaft und BürgerInnen dafür in den nächsten Jahren angehen. Deshalb hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit in der Anschlussförderung eine zweite Vollzeitstelle für das Hofer Klimaschutz-Team genehmigt. Erklärtes Ziel ist es den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 100 Prozent auszubauen. Bis 2030 sollen davon mindestens 60 Prozent aus Erzeugungsanlagen auf dem Gebiet der Stadt Hof gedeckt werden, bis 2040 mindestens 80 Prozent. Auf kommunalen Liegenschaften sollen die bestehenden Möglichkeiten für Photovoltaik genutzt werden. Bis 2030 plant die Stadt alle geeigneten Dachflächen zu belegen. Leider wurde die Schneelastzone in Hof auf Stufe 3 angehoben. Dies führt häufig zu Statikproblemen bei den Bestandsgebäuden der Verwaltung und der Wirtschaft.

Verwaltung nimmt Vorbildrolle ein

Laut Klimaschutzkonzept liegt das Potenzial für erneuerbare Energien in der Stadt Hof im Ausbau der Photovoltaik (PV). Ende 2019 hatte Hof ca. 550 PV-Anlagen – größtenteils auf Dachflächen. Diese decken ca. 4 Prozent des Hofer Strombedarfs. Weiterhin bestehen im Stadtgebiet zwei Freiflächen-PV-Anlagen mit einer Gesamtfläche von 18,4 ha, was ungefähr 26 Fußballfeldern entspricht. Da die Verwaltung eine Vorbildrolle einnimmt, wird derzeit ein Fahrplan zur energetischen Sanierung der stadteigenen Liegenschaften sowie der Implementierung eines effizienten Energiemanagements erstellt. In einem nächsten Schritt sollen ehrgeizige Standards für den Neubau definiert werden – auch bei der Auswahl der Baustoffe. Mit Hilfe der Hofer Stadtwerke ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED bis 2025 geplant. Der städtische Fuhrpark wird voraussichtlich 2024 zu 80 Prozent auf E-Autos umgerüstet sein.

Kostenlose Informationsangebote bezüglich Fördermittel

Privathaushalten offeriert die Stadt kostenfrei ein Solarpotenzialkataster über die Eignung von Dächern für PV und Solarthermie. Weiterhin erhalten Hoferinnen und Hofer eine kostenlose Initialberatung zu den Themen energetische Sanierung und Heizungsmodernisierung, aber auch zu Stromsparpotenzialen, Elektromobilität und der Nutzung erneuerbarer Energien sowie den zur Verfügung stehenden Fördermitteln an. Was auch angedacht ist: ein Anreizsystem zur PV-Motivationssteigerung für private Bestandsgebäude. Zudem soll es ein kostenloses und neutrales Beratungsangebot für kleine und mittlere Unternehmen geben.

Vorhandene fossile Energieträger bis 2035 ersetzen

Den Anteil erneuerbarer Energie in der Wärmebereitstellung soll deutlich gesteigert werden. Die wichtigsten Stützpfeiler hierfür ist der Einsatz von Wärmepumpen, Solarthermie und, in begrenztem Umfang, Biomasse. Zur Beheizung der kommunalen Liegenschaften hat die Stadt bis 2035 vor, alle noch vorhandenen fossilen durch erneuerbare Energieträger zu ersetzen. Auch wäre es erstrebenswert, wenn die Wärmenetze der Stadtwerke Hof ab 2035 größtenteils mit erneuerbaren Energien betrieben werden könnten. Für bislang unversorgte Siedlungsgebiete wird der Aufbau von Wärmenetzen auf Basis erneuerbarer Energien priorisiert. Als ein erstes Quartier für zentrale Wärmeversorgung wurde der Hofer Ortsteil Jägersruh, ohne Gasanschluss und mit 50 Prozent älteren Gebäuden ausgewählt, in dessen Nähe eine bestehende Biogasanlage noch Kapazitäten frei hat. Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung im Herbst, hat eine erste Haushaltsumfrage ad hoc 107 Rückmeldungen gebracht. Etwa 70 davon mit ernsthaftem Interesse an einem zentralen Wärmeanschluss.

Stadtbusverkehr bis 2030 klimaneutral

Im Verkehrssektor stehen zunächst die Verbesserungen für Radfahrer und Fußgänger an. Die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer soll sich bereits in der Planung der Verkehrswege und der Gestaltung der Innenstadt niederschlagen. Für die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV wird eine bessere Vernetzung der Stadt mit dem Umland angestrebt. Die Stadtwerke Hof planen den Stadtbusverkehr bis 2030 klimaneutral auf E-Antrieb umzustellen. Für die Lademöglichkeiten von Elektrofahrzeugen wurde mit den Stadtwerken ein Ladeinfrastrukturkonzept für die nächsten fünf Jahre erstellt.

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