Der Hofer Wärschtlamo wird 150 Jahre alt

Auftakt zum Jubiläumsjahr

03.02.2021:

150 Jahre Hofer Wärschtlamo: Die Stadt Hof hat für die Feierlichkeiten zu dem besonderen Jubiläum in Hof den Startschuss gegeben. Als erste Highlights stellte sie bei einer Online-Pressekonferenz das rundum erneuerte Wärschtlamo-Logo und ein verführerisches Genusspaket vor.

„Der Hofer Wärschtlamo hat bei uns in Hof gelebte und geliebte Tradition seit 1871“, sagt Eva Döhla, Oberbürgermeisterin der Stadt Hof. „Er ist ein Original und gehört ganz fest zu unserer Stadt.“ Insgesamt sechs Wärschtlamänner verkaufen aus dem heißen Messingkessel heraus die in Hof hergestellten Wärscht, zum Beispiel „Wienerla“, „Gnagger“ und Bauernwürste. Noch heute schallt, wie vor 150 Jahren, der Spruch der Wärschtlamänner durch die Innenstadt: „Haaß sensa, kold wernsa!“

Einer der Wärschtlamänner ist Marcus Traub. Seit 18 Jahren steht er mit seinem Kessel und dem Brötchenkorb am Oberen Tor und trotzt Wind und Wetter. „Mir macht es viel Spaß und für mich geht nichts über einen Plausch mit meinen Kunden.“  Worüber er sich gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres freut, ist das neue Wärschtlamo-Logo. „So schön war der Wärschtlamo noch nie“, sagte Traub mit einem Augenzwinkern.      

„Wir arbeiten seit September vergangenen Jahres an der Vorbereitung dieses Jubiläums“, unterstreicht Klaus Jochen Weidner, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus. „Eine Rundumerneuerung des Wärschtlamo-Logos war angesagt“, erläutert Weidner. Jetzt wirkt der Würstchenverkäufer frisch und munter mitsamt typischem Brötchenkorb, Messingkessel und einem Paar Wiener in der Semmel.

Ein Stück Lebensqualität

„Der Wärschtlamo ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Hof. Er ist unser Repräsentant für den Genussort Hof und für die Genussregion Oberfranken “, berichtet Weidner. Und Oberbürgermeisterin Eva Döhla weiß: „Der Wärtschlamo ist ein Stück Lebensqualität in der Stadt.“ Dabei steht das Hofer Original für die gelungene Zusammenarbeit regionaler Betriebe, etwa der Metzger, Bäcker und Flaschner. „Deshalb werden die Innungsbetriebe, unter anderem die Fleischerinnung, dieses wichtige Jubiläum auch unterstützen“, sagt Döhla und bedankt sich für die Unterstützung bei den vielen Partnern herzlich. „Lassen Sie sich von den tollen Ideen überraschen, die es schon jetzt gibt“, ergänzt der Wirtschaftsförderer.

Im Mittelpunkt steht der Hofer Wärschtlamo aber auch dort, wo es um ganz andere kulinarische Besonderheiten geht. Denn für jeden Geschmack ist etwas dabei: zum Beispiel feine Pralinen, Fair Trade-Schokolade und ein eigens gebrannter Schnaps tragen jeweils den Wärschtlamo auf dem Etikett. „Einen Wärschtlamo ohne seinen Senf gibt es nicht“, sagt Silvia Gulden, die Geschäftsführerin des Stadtmarketing e.V. Deshalb habe man sich entschieden, auch Senf im Glas anzubieten. So steuert ein in Hof gegründeter Feinkosthersteller eine Jubiläumsedition des „Original Hofer Wärschtlamo-Senfs“ im Glas bei.

Nicht zu vergessen sei, so Gulden, die Sonderedition des Wärschtlamos als Räuchermännchen. „Das ist bestes Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, das es nur in Hof zu kaufen gibt. Die erste Lieferung war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, und auch die Anzahl der Nachbestellungen hat uns überwältigt“, berichtet Silvia Gulden. „Das unterstreicht die Bedeutung des Wärschtlamos für die Hoferinnen und Hofer“, sagt Klaus-Jochen Weidner. Wer eines der hübschen Räuchermännchen ergattern möchte, nutzt für die Bestellung folgende E-Mail-Adresse:  sabrina.koschemann@stadt-hof.de.

Erinnerungen fürs Museum

„Mit oder ohne Sempft?“ – was Marcus Traub und seine fünf Wärtschlamo-Kollegen jeden ihrer Kunden fragen, ist passend zum Jubiläumsjahr der Titel einer Ausstellung im Museum Bayerisches Vogtland. Museumsleiterin Dr. Magdalena Bayreuther erläutert: „Unsere Ausstellung „Mit oder ohne Sempft? - 150 Jahre Wärschtlamo“  eröffnet, sofern es die Coronapandemie zulässt, am Internationalen Museumstag am 16. Mai 2021.“

Um dem Wärschtlamo ein museales Denkmal zu setzen, sucht Magdalena Bayreuther noch Leihgaben. „Wir freuen uns über alles, was die Menschen persönlich mit dem Hofer Wärschtlamo verbinden. Seien es ihre Fotos von und mit dem Wärschtlamo von früher und heute, Beschreibungen Ihrer Erlebnisse oder klassische Werbeartikel.“ Wer eine seiner Erinnerungen ans Museum ausleihen möchte, kann sich noch bis Mitte März 2021 zur Terminvereinbarung an das Museum Bayerisches Vogtland wenden, entweder per E-Mail magdalena.bayreuther@stadt-hof.de oder telefonisch 09281/815 2700.

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