Das European Republican Café zu Gast in Hof

Energiepolitik am Wendepunkt

12.04.2022

Am Samstag, den 9. April 2022 war das European Republican Café (EuReCa) in der Kulturkantine des Theaters Hof mit Impulsen und Antworten rund um Europas Sicherheitspolitik und Energiewende zu Gast. EuReCa ist ein durch das „Europe for Citizens Programme oft the European Union“ gefördertes Projekt. Es bringt Bürgerinnen und Bürger aus ganz Europa zusammen, um in Café-Atmosphäre über die Zukunft Europas offen und konstruktiv zu diskutieren. Bisherige Veranstaltungen fanden unter anderem in Belgien, den Niederlanden, Italien und am Samstag das zweite Mal in Deutschland statt. Die Diskussionsergebnisse aller EuReCas werden am Europatag, dem 9. Mai in Brüssel vorgetragen.

Grußworte von Bürgermeister Sebastian Auer eröffneten die Veranstaltung. Rafal Fabianowic, Projektmanger und wissenschaftlicher Mitarbeiter des European Democracy Lab, moderierte das Get-Togehter bei dem Henrike Hahn (Mitglied des Europäischen Parlaments), Jürg Nürnberger (Mitglied des Deutschen Bundestages), Ursula Sowa (Mitglied des Bayerischen Landtages), Dr.-Ing. Andy Gradel (Geschäftsführer der BtX energy GmbH und Leitender Ingenieur des Institutes für Wasser und Energiemanagement der Hochschule Hof), Niels Wiese (Politikwissenschaftlicher an der European Dmocracy Lab) sowie Oberbürgermeisterin Eva Döhla zu Gast waren.

Henrike Hahn, Mitglied des Europäischen Parlaments (Die Grünen/EFA), Stellvertretende Delegationsleiterin und Industriepolitische Sprecherin der Grünen Europagruppe: „Putins Krieg zeigt auf dramatische Art und Weise, was schon lange klar ist: Wie dringend wir in Europa eine echte und erfolgreiche grüne Transformation der Wirtschaft benötigen – zugunsten von Arbeitsplätzen, Wohlstand und dem Erreichen unserer Pariser Klimaziele, aber auch für unsere Sicherheit in Europa. Die katastrophale Energiepolitik der letzten Bundesregierungen hat auf fossile Energien statt auf den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien gesetzt. Nur Energieeffizienz und die Reduzierung des Gesamtverbrauchs kann uns in Europa autark machen.

Russland beliefert die Europäische Union mit 25% ihres Öls, 40% des Gases und 45% der Kohle. Solche Abhängigkeiten von Drittländern bei Energie- und Rohstoffimporten müssen wir aus klima- und geopolitischer Sicht dringend reduzieren. Wir müssen Industriebetrieben den raschen Umstieg auf fossil-freie und energieeffziente Produktionstechnologien ermöglichen. Wir brauchen eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, auch um unabhängiger in unserer Versorgung von Kritischen Rohstoffen zu werden.“

Der Keynote „Energiepolitik ist nicht nur Klimapolitik, sondern auch Sicherheitspolitik“ folgte eine gemeinsame Diskussionsrunde sowie eine Podiumsdiskussion mit den Gästen. Nach regem Austausch aller Beteiligten in der Mittagspause, sprach Oberbürgermeisterin Eva Döhla über Bürgerbeteiligung in der Stadt Hof, die zum Beispiel in Form des Bürgermelders oder der digitalen Bürgerstunde vorangebracht werde. „Ich danke Herrn Bürgermeister Auer und allen, die ihn unterstützt haben, dieses Format in unsere Stadt zu bringen. Ich bin für Experimentierfreude, Austausch und die gemeinsame Entwicklung neuer, innovativer Ideen“, so die Oberbürgermeisterin. Insgesamt waren über drei Dutzend Besucher anwesend, die sich rege an der Diskussion beteiligten. Bei dem abschließenden Workshop im Fishbowl-Format, stellte als Erster der Hofer Rapper Felix Bense seine Frage „Wem nützen Sanktionen?“. Der Reihe nach haben alle Diskussionsteilnehmer geantwortet. Dabei fiel auf, dass nicht alle die Sanktionen gegenüber Russland befürworten. Neben diesen internationalen Fragestellungen kamen auch ganz regionale Themen wie der ÖPNV auf den Tisch. Insgesamt wurde das Format von den Hoferinnen und Hofern gut aufgenommen. Jetzt werden die Ergebnisse nach Brüssel übermittelt.

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