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12. Deutsch-Deutsche Filmtage in Hof und Plauen

Am Donnerstag, 10. November 2022 um 19.00 Uhr startet die 12. Auflage der „Deutsch-Deutschen Filmtage“ im Hofer Central Kino.

Bis Dienstag, 15. November werden unter dem Motto „Von der Teilung zur Einheit“ acht Dokumentarfilme und zwei Spielfilme bei freiem Eintritt gezeigt. Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren wieder ein abwechslungsreiches Programm mit unterschiedlichen Facetten der jüngeren deutschen Geschichte zusammengestellt.

 

Programm der 12. Deutsch-Deutschen Filmtage in Hof

Der Eröffnungsfilm am Donnerstag trägt den Titel „Tod in der Ostsee“ und beleuchtet einen Fluchtversuch von Rügen nach Dänemark, bei dem im September 1979 fünf Menschen ertrunken sind. Die beiden Regisseure kommen extra aus Kopenhagen nach Hof ins Kino um von den Recherchen und den einfühlsamen Gesprächen mit den Hinterbliebenen zu berichten. Donnerstag, 10.11.2022, 19:00 Uhr.

 

Am Freitag, 11.11.2022, 11.00 Uhr läuft ein ganz besonderer Film: „Hüben und Drüben – Wie Jugendliche den Mauerfall erlebt haben“. Es handelt sich hierbei um eine Produktion zweier Hofer Gymnasiasten, deren Arbeit im Mai dieses Jahres bei einem bundesweiten Wettbewerb mit einem 3. Preis gewürdigt wurde. Im Anschluss läuft dann noch der Streifen „Plauen – wunderbar verwandelt“, der die Entwicklung der Partnerstadt Plauen dokumentiert.

 

Die Produktion „HERstory: Wendeman(n)över – Frauen und der Mauerfall“ erzählt die Geschichte des Mauerfalls konsequent aus weiblicher Sicht und untersucht, was aus den Hoffnungen und Wünschen ostdeutscher Frauen geworden ist. Freitag, 11.11.2022, 19:30 Uhr.

 

Grüße aus der DDR – Reisen in den Sozialismus“ beichtet davon, dass trotz Teilung auch Reisen in die damalige DDR möglich waren. Gerhard Prokscha aus Hof wird als Zeitzeuge nach der Filmprojektion verraten, unter welchen Umständen er in den 80er Jahren Ausflüge in die DDR organisiert hat. Samstag, 12.11.2022, 11:00 Uhr.

 

Mit der Komödie „Der Baulöwe“ flimmert eine DDR-Produktion aus dem Jahr 1980 am Sonntag, 13.11.2022 um 11.00 Uhr über die Leinwand. Anhand eines Ost-Berliner Unterhaltungskünstlers erzählt der DEFA-Film von den Widrigkeiten, wenn man trotz Baustoffmangels und langwieriger Suche nach Handwerkern sein Häuschen in der DDR errichten wollte.

 

Von den dramatischen Umständen, als in den 60er Jahren im sächsischen Vogtland in einer Nacht- und Nebelaktion die Einwohner mehrerer Dörfer ihr Anwesen verlassen mussten und umgesiedelt wurden, da ihre Häuser abgerissen wurden handelt der Dokustreifen „Eingesperrt – Sachsen und der Mauerbau“. Mit den Gebrüder Ketzel sind im Kino auch Betroffene zum Nachgespräch anwesend. Sonntag, 13.11.2022, 14:00 Uhr.

 

Tragisch wird es am Montag, 14.11.2022 um 11.00 Uhr, wenn der Film „Systemversagen“ gezeigt wird. Er handelt von einem Flugzeugabsturz in der Nähe von Berlin-Schönefeld im Jahr von 1986 und davon, wie die Stasi die Faktenlage „unter Kontrolle“ hielt. Frank Scheffka, der Bruder eines tödlich Verunglückten, wird anwesend sein und im Nachgang dem Kinopublikum über diese Ereignisse berichten.

 

„Und der Zukunft zugewandt“ heißt der Spielfilm mit der bekannten Schauspielerin Alexandra Maria Lara in der Hauptrolle. Er schildert in Anlehnung an tatsächliche Begebenheiten von Straflager und Zwangsarbeit in der Sowjetunion und dem Leben nach der Freilassung in die DDR im Jahr 1952. Die Theaterregisseurin Swetlana Schönfeld wird hier nach der Vorstellung vom Leben ihrer Großmutter berichten, die dieses Schicksal erleiden musste. Montag, 14.11.2022, 17:00 Uhr.

 

Mit dem Film „Geheimnisvolle Orte – Der Grenzübergang Drewitz/Dreilinden“ am Dienstag, 15.11.2022 um 17.00 Uhr wird noch einmal an die damalige Grenzabfertigung auf der Transitstrecke erinnert. Als Gast wird Max Josef Strauß, der älteste Sohn des ehemaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß im Kino sein. Im Gespräch mit Dr. Ludwig Unger von der Bayer. Landeszentrale für politische Bildungsarbeit soll an die Verhandlungen zwischen Strauß und Honecker und die daraus resultierenden Erleichterungen an der innerdeutschen Grenze erinnert werden.

 

Gemeinsame Veranstaltung der Partnerstädte Hof und Plauen

Die Deutsch-Deutschen Filmtage sind eine gemeinsame Veranstaltung der Partnerstädte Hof und Plauen. Im Hofer Central Kino und im Plauener Capitol Kino werden dabei bei freiem Eintritt Dokumentarfilme zu den Themen der jüngeren deutschen Geschichte gezeigt. Nach der Filmpräsentation stehen dem Kinopublikum Zeitzeugen oder Filmemacher für Nachgespräche zur Verfügung.

Gruppenanmeldungen zu den Deutsch-Deutschen Filmtagen bitte an Jürgen Stader, Stadt Hof, Tel. 09281/815-1116, juergen.stader(at)stadt-hof.de. Weitere Informationen zum Programm unter: www.hof-plauen-89.de