Museum digital

Informationen zur Ausstellung gibt es hier!

"Hofer Museumsschätzchen"

In dieser Film-Serie stellen wir Objekte und Personen vor, mit denen wir in unserem Museumsalltag zu tun haben und die uns begeistern, faszinieren, verblüffen oder neugierig machen.

 

Folge 5 - für Kinder: Eichhörnchen zähmen leicht gemacht

360 Grad-Panoramaansichten

Neue Einsichten ins Museum

Mit diesen 360 Grad-Panoramen gibt es neue Blickwinkel aus unserer Dauerausstellung und zusätzliche Objektinfos. Einfach auf das Bild oder hier klicken und schon startet ein virtueller Einblick ins historische Dachgeschoss mit Objekten zur Brauerei-, Schnapsbrennerei- und Wärschtlamo-Geschichte. Über die Menüleiste unten kann zum Teich-Diorama in die Naturkunde und direkt hinein in das ansonsten nur von außen einsehbare Zimmer der Künzel-Schwestern in der Abteilung "Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in Hof" weiternavigiert werden.

In allen Räumen finden sich rote Info-Hotspots, die nach einem Klick Fotos, Hörbeispiele und Textinformationen zugänglich machen.

Mit einem Klick auf das Brillen-Symbol in der Menüleiste ist mit Handynutzung eine VR-Ansicht möglich, die mit neuester Software erstellt wurde. Dazu wird eine eigene VR-Brille bzw. ein Cardboard mit Handy benötigt.

 

Serie "Lieblingsobjekt"

In dieser Serie, die auch auf unserem Facebook- und Instagram-Account läuft, stellen Besucherinnen und Besucher unseres Museums ihre individuellen Lieblingsobjekte vor und erzählen ihre ganz eigene Geschichte dazu.

 

Bärbel Uschold und die Schulbank

„Bärbel zeigte sich immer sehr lebhaft und hatte zu allem etwas zu sagen.“ (Zeugnis-Beurteilung aus der Schulzeit) Es sind die Schulbänke des historischen Klassenzimmers, die bei Frau Uschold Erinnerungen wecken und deshalb Ihre Lieblingsobjekte sind. Genau solche Bänke gab es nämlich auch in der Parsevalschule, unter den Anwohnern einfach „Baracke“ genannt – damals eine Außenstelle der Münsterschule.

Wenn Frau Uschold an ihre Schulzeit dort denkt, fallen ihr der Sportunterricht im beengtem Flur, sehr autoritäre Lehrer und die Nützlichkeit eines Zirkels außerhalb des Mathematikunterrichts ein. „Ein Zirkel eignete sich hervorragend, um etwas in die Schulbank zu ritzen!“ erzählt sie. Auch zu Hause blieb der mit Intarsien verzierten Hausaufgabentisch nicht verschont. Namen der Lieblingsbands wie Deep Purple oder Uriah Heep wurden leidenschaftlich eingeritzt. Den Riesenärger von der Mutter bei Entdeckung dieser "Verschönerungen" kann man sich vorstellen...

Frau Uschold ist in der Migrationsberatung der Diakonie Hochfranken tätig und hauptamtliche Integrationslotsin für die Stadt Hof.

Die Vinichuks und die Katzenaugen

2017/18 lief im Museum die beliebte Ausstellung „Katzenaugen. Schmuck aus Quarzeinlagerungen im Hofer Diabas“, wozu ein museumspädagogisches Programm für Kinder in der Reihe "Entdecker unterwegs" angeboten wurde. Daran erinnerten sich Mutter und Tochter Vinichuk sofort, als wir sie nach ihrem Lieblingsobjekt im Museum fragten! Denn die süße, selbst gebastelte Katze mit den grün-grauen Augen wird bis heute in Ehren gehalten.

Auf dem Foto hält Frau Vinichuk einen unserer auf den ersten Blick vielleicht etwas unscheinbaren Rohgesteine in der Hand. Gekonnt geschliffen entstehen daraus ganz besondere, tiefgrün schimmernde Schmucksteine: die Hofer Katzenaugen. Lange Zeit waren nur Katzenaugenvorkommen auf Ceylon und Indien bekannt. Um 1800 wurde erstmals Katzenaugenquarz im Hofer Raum entdeckt. Eine besonders reichhaltige und hochwertige Ader befand sich am Theresienstein. Eine Zeitlang war es unter den Hofer Männern Mode, selbst Katzenaugen-Gestein zu finden und daraus Schmuck für die Angebetete fertigen zu lassen.

 

Die Zuzugsgenehmigung von Peter Heidler

Für Peter Heidler - Berufsschullehrer im Ruhestand und langjähriger Landesvorsitzender der Seliger-Gemeinde (eine Gemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten) -, gilt: „In Hof gelandet.“ Deshalb ist sein Lieblingsobjekt seine in unserer Abteilung "Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945" ausgestellte Zuzugsgenehmigung. Die aus dem Egerland vertriebene Familie Heidler erhielt sie 1946. Sie erlaubte den Zuzug und dauerhaften Aufenthalt in der Stadt Hof als neue Heimat.

Peter Heidler erlebte seine Jugend in einem der beiden Hofer Lager für Flüchtlinge und Vertriebene und hielt seine spartanische, aber durchaus glückliche Kindheit dort in dem 2020 erschienenen Buch „Das Lager Hof-Nord 1945-1967: Erinnerungen eines Flüchtlingskindes“ fest.

 

 

 

 

Jennifer Müller und das Fluchtgepäck

Hof-Bloggerin Jenny Müller hat ein nachdenklich stimmendes Lieblingsobjekt: einen Handwagen und einen Koffer in unserer Abteilung "Flüchtlinge und Vertriebene in Hof":

"Die Abteilung Flüchtlinge und Vertriebene in Hof erinnert mich unter anderem an die Geschichten meiner Großtante Sie erzählte hin und wieder lebhaft von ihrer Flucht aus Schlesien mit meiner damals hochschwangeren Großmutter im Gepäck.
Sehe ich die riesigen Koffer und Kisten in der Ausstellung, wird mir bewusst, wie beschwerlich und instabil das Leben der Menschen in dieser Zeit gewesen sein muss. In einer derart unsicheren Welt aufzuwachsen ist für meine Generation heute nur noch schwer vorstellbar. Umso wichtiger finde ich anschauliches Material, das nicht zuletzt auch Mitgefühl für die Flüchtlinge dieser Zeit schaffen kann."

 

 

 

Adrian Roßner und der mechanische Webstuhl

Er ist ein Kenner der regionalen Geschichte, insbesondere der Textilgeschichte, und weithin bekannt: Kreisarchivpfleger Adrian Roßner. Daher war es für ihn nicht schwer, ohne zu zögern sein Lieblingsobjekt in unserem Museum zu benennen:

"Mein Lieblingsobjekt ist die historische Webmaschine. Sie ist nicht allein ein Wunderwerk historischer Technik, sondern steht zudem stellvertretend für die Textilindustrie, die das Hofer Land mit am nachhaltigsten geprägt hat. Früher standen diese Kolosse hundertfach in den Webereien - doch dafür kann man sich diese eine im Museum einmal aus allernächster Nähe anschauen."

Mechanischer Webstuhl (Schaftmaschine), 1928. Sechszelliger einseitiger Revolverwechsel, Überspringer. Lochkartensteuerung. Fachbildung durch Schäfte mittels Schaufelschaftmaschine. Bewegung der Schaufelschaftmaschine durch Tritte und Trittexenter. Der Schützenschlag erfolgt durch Oberschläger. Warenbaumregulator.

 

Dagmar Müller und das Stadtmodell

Das Hofer Stadtmodell von 1554 ist das Lieblingsobjekt von Museumsbesucherin Dagmar Müller. Warum? „Es ist wie eine Zeitreise zurück ins ausgehende Mittelalter!“

Dagmar ist im Regionalmarketing tätig, ehrenamtlich für die Hofer Filmtage aktiv und betreute eine Zeitlang auch die internationalen Studierenden der Hochschule Hof. Die Internationals brachte sie während der Welcome Days auch immer ins Museum Bayerisches Vogtland, damit sie ihre neue Umgebung und deren Geschichte kennenlernen. „Dieses Stadtmodell ist schön übersichtlich und ein tolles 'Conversation Piece', wie man im Englischen sagen würde. Man findet im Modell für jeden Besucher irgendeinen markanten Anknüpfungspunkt, den er oder sie schon kennt, um in die Stadtgeschichte einzusteigen, und entdeckt dann immer mehr.“

 

 

 

Gerhard Lindner und die Hofer Bierkultur

Gerhard Lindner ist rege im Verein der Freunde der Hofer Filmtage e.V. tätig und begeisterter Cineast. Ebenfalls interessiert ist er aber auch an der Hofer Bier- und Brauereikultur, die er seit seiner Kindheit miterlebt, unter anderem den typischen Maischgeruch im Brauereieck um die Schleizer Straße, wo sich früher Löwenbräu, Weidner, Zelt, Scherdel und Meinel-Bräu befanden.

Damals gab es noch um die zehn Hofer Brauereien, deren Geschichte in unserer kleinen Bierabteilung zu erleben ist, und die Auswahl war groß: Gerhards Opa trank stets Bürgerbräu-Bier und ließ es sich einmal in der Woche an die Tür liefern. An Weihnachten gab es ein „Christkindla“ in Form eines Bierkastens und eines Bierglases. Hausmarke des Vaters war Löwenbräu, denn der dortige Braumeister war der Vermieter der Lindner-Familie. Und Gerhard selbst? Trank sein erstes Bier im „Alten Bahnhof“, ein Scherdel. Dann wurde das Weizen der Falter-Brauerei sein Favorit. Und auch heute noch kommt für ihn nur Hofer Bier in den Krug.

 

 

Die Kaiser-Schwestern und die Musterkrempel

Die Hofer Schwestern Regine (rechts) und Sybille Kaiser haben im Sommer 2019 die Buchgalerie im Altstadthof übernommen und sind begeisterte Museumsbesucherinnen.

„Unser Lieblingsobjekt im Museum Bayerisches Vogtland ist die Musterkrempel. Warum? Wegen des Hamsters. Welcher Hamster??? Unser Vater war in der Textilbranche tätig. Sonntagvormittags begleiteten wir ihn als Kinder oft auf einer Kontrollrunde in der Grobgarnspinnerei Georg Gräßel. Wir waren immer aufgeregt in der Nähe der riesigen Maschinen, wie der mit ledernen Transmissionsriemen angetriebenen Krempeln. Eine Musterkrempel, auch Kardiermaschine genannt, dient der Erzeugung einer für das Spinnen geeigneten Materialvorlage. Sie überführt Rohstoffe wie Baumwolle und Viskose in ein gleichflächiges Vlies.
Am Ende des Rundgangs gingen wir zur Musterkrempel. Dort durften wir für das Nest unseres Hamsters ein frisches Vlies produzieren, auf das wir furchtbar stolz waren! Diese Geschichte fällt uns immer ein, wenn wir die Textilindustrie-Abteilung unseres Museums besuchen.“

 

Jürgen Stader und der RIAS

Jürgen Stader ist eine gute Seele in der Stadtverwaltung Hof und Organisator der Deutsch-deutschen Filmtage. Ein besonderes Interesse hat er auch am ehemals in Hof stationierten Radiosender RIAS (Rundfunk im amerikanischen Sektor). Glänzende Augen bekam er, als er ein originales Sender-Mikrofon aus unserem Depot in seinen Händen halten durfte.

„RIAS war die Funkbrücke zwischen Hof und Berlin. Der Sender war in seiner Programmgestaltung einzigartig. Wir im Westen erfuhren viel über Berlin und die damalige DDR und die Hörer im Osten gelangten durch ‚die freie Stimme der freien Welt‘ an Informationen aus der Bundesrepublik, und das auf journalistisch hohem Niveau. Dazu kam eine grandiose Musikmischung! Für mich als Hofer war RIAS ein (kostenloser) Werbeträger für meine Heimatstadt. Im Programm wurde mehrmals am Tag die Frequenz des Senders an der Hohen Saß genannt. Daher wussten sowohl die Berliner als auch die DDR-Hörer, wo Hof liegt. Dazu kamen viele Live-Sendungen des RIAS aus Hof – aus der Freiheitshalle, vom Theresienstein, aus dem Theater usw. Pathetisch gesagt: RIAS war Teil meiner Jugend!“

 

Renate Fuchs und das Hochrad

Renate Fuchs ist Buchhändlerin in der Buchhandlung Kleinschmidt und ihr Lieblingsobjekt aus unserem Museum ist, wie man unschwer erkennt, der Vorgänger ihres Fahrrads.

Auf ihr Lieblingsobjekt ist sie in Uwe Timms Roman "Der Mann auf dem Hochrad" aufmerksam geworden: Dort rast eine Dame im gewagten „syrischen Unterkleid“ auf einem Hochrad von Schloss Callenberg auf den Marktplatz in Coburg. Diese Szene verlangte Renate Fuchs Hochachtung vor jedermann ab, der auf einem solchen Radl die Balance halten kann.

Das Fahren eines Hochrades war tatsächlich so anspruchsvoll, dass man früher eine Fahrradfahrschule besuchen und Fahrberechtigungskarten erwerben musste. Mehr zur Fahrradgeschichte gibt es bei uns im Museum, ganz bequem per Rad zu erreichen und mit extra Fahrradstellplätzen direkt vor dem Eingang.

 

 

Und welches Objekt liegt Ihnen ganz besonders am Herzen? Wenn Sie mitmachen möchten, kontaktieren Sie uns gerne!

 

Museumsspaß für Kinder

Museums-Quiz

Hallo liebe Kinder!  Hier könnt ihr euch an einem Museums-Quiz versuchen, das ihr von zu Hause aus errätseln könnt. Wenn ihr den Lösungssatz herausfindet und das ausgefüllte Quiz bei eurem nächsten Museumsbesuch mitbringt, bekommt ihr an der Kasse eine kleine Überraschung.

Hier klicken, PDF ausdrucken und loslegen!

 

Ausmalbilder

Und dann haben wir für euch noch tolle Ausmalbilder. Aber nicht mit irgendwelchen Motiven, sondern nach der Vorlage von Bildern aus unserer Kunstsammlung.

Klickt auf eines der Bilder, dann öffnet sich ein Fenster mit der Malvorlage (im JPEG-Format), die ihr ausdrucken könnt. Viel Spaß beim kreativen Ausmalen!

 

Im Frühling zwitschert und singt es überall in den Bäumen! Die Vögel suchen ihre Partner und bauen Nester. Der einstige Konradsreuther Forstverwalter Julius Krebs (1820-1882) zeichnete diese sieben Singvögel. Hast du schon einen erkannt? 

 

 

Dieser hübsche kleine Blumenstrauß ist von der Hofer Künstlerin Elisabeth Schindler-Ruzicka. Es ist eine Aquarellzeichnung, die sie 1945 angefertigt hat - das ist schon lange her. Sie war außerdem noch Bildhauerin und hat die Skulptur der "Garnklauera" an der Saalebrücke am Schwimmbad gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieses Ausmalbild ist von einem Linolschnitt inspiriert. Das ist so ähnlich wie ein Holzdruck, nur dass man das Motiv nicht in eine Holzplatte, sondern eine Linoleumplatte ritzt. Dann kommt Farbe drauf und - schwupp! - kann man ein einziges Motiv mehrmals drucken. Hier seht ihr ein kleines Pferd oder Fohlen, das unbedingt an die Karotte herankommen möchte, auf der die Schildkröte liegt. Also - schwupp! - dreht das Pferdchen die hilflos auf dem Rücken rudernde Schildkröte um und hilft ihr damit wieder auf die Beine. Das Bild aus dem Jahr 1992 stammt von dem aus Südkorea stammenden Bildhauer und Maler Jin Mo Kang.

 

 

 

 

Eigentlich sollte aktuell unsere neue Sonderausstellung "Natur wird Kunst" laufen, in der die Künstlerin Katja Katholing-Bloss ihre "botanischen Illustrationen" zeigt. Leider haben wir aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Aber damit ihr schon einmal einen Eindruck von den tollen, wie in echt gemalten Aquarell-Bildern von Obst, Blumen, Früchten und Pflanzen machen könnt, gibt es für euch das Werk "Rainbow-Mix" als Ausmalbild!

 

 

 

 

 

 

Am 11. 11. ist St. Martins-Tag. Ihr kennt bestimmt alle die Geschichte vom römischen Soldaten, der mit einem frierenden Bettler seinen Mantel teilt. Als er später gegen seinen Willen zum Bischof geweiht werden soll, versteckt sich Martin in einem Gänsestall. Aber das laute Geschnatter der Gänse verriet ihn! Deshalb gibt es traditionell zum Martinstag die Martinsgans. Wir haben für euch einige sehr laute und lebendige Gänse zum Ausmalen – nach einer Vorlage von Karl Bedal.

 

 

Hier haben wir für euch ein Gemälde der bayerischen Königin Therese. Sie hat vor fast 200 Jahren einmal mit ihrem Sohn Hof besucht, was eine große Ehre für die Stadt war. Deshalb ist unser Stadtpark Theresienstein nach ihr benannt!

Königin Therese von Bayern, Teilkopie nach Joseph Stieler, um 1840 (Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen)

 

 

 

 

 

 

 

Und hier gibt es drei sogenannte Radierungen (Drucke), die der berühmte Hofer Maler Johann Christian Reinhart gefertigt hat. Er hat vor ca. 200 Jahren gelebt - also ganz schön lange her. Aber seine Tiermotive verzaubern uns auch heute noch. Wählt aus zwischen zwei ruhenden Kälbchen, einem liegenden Hund oder einem stolzen Pferd.

       

Johann Christian Reinhart: Zwei ruhende Kälber (1791)

Johann Christian Reinhart: Ruhender Jagdhund (1792)

Johann Christian Reinhart: Pferdekopf (1800)