Urnengrabfeld auf dem Hofer Friedhof gepflegt

Erinnerung an Kriegsopfer

29.09.2020

Die Reservistenkameradschaft Hof hat mitgeholfen, ein Kriegsgräberfeld auf dem Friedhof in der Plauener Straße herzurichten. Nachdem Mitarbeiter des Friedhofs die 206 Grabsteine von Algen und Moos befreit hatten, erneuerten die Reservisten die verblassten Inschriften. Das Urnengrabfeld, größtes von drei Kriegsgräberfeldern auf dem Hofer Hauptfriedhof, ist den 234 Hofer Bombenopfern gewidmet, die ihr Leben im Februar und April 1945 bei Bombenangriffen auf die Stadt verloren.

Für die Hofer Reservistenkameradschaft war es nicht der erste Einsatz dieser Art: Schon 2011 pflegten sie Gräber auf dem Friedhof in Cheb/Eger in Tschechien, 2014 halfen sie, den Kriegsgräberfriedhof am italienischen Futa Pass auf Vordermann zu bringen. Nachdem ihr Plan, in diesem Jahr Gräber in Ungarn zu renovieren, coronabedingt abgesagt wurde, stand für den Verein schnell ein anderes Ziel fest: Das Gräberfeld auf dem Hofer Friedhof, das der Bombenopfer von 1945 gedenkt.

Geleitet von Stabsfeldwebel a.D. Bernd Hecke, erneuerten zehn Mitglieder der Hofer Reservistenkameradschaft die Inschriften der 206 Grabsteine. Zuvor waren diese von den Mitarbeitern des städtischen Baubetriebshofes grundgereinigt worden. „Unsere Mitarbeiter haben Algen und Moos entfernt. Nach der Grundreinigung konnten unsere Helfer den Inschriften der Steine ihre Farbe zurückgeben“, erklärte Friedhofsverwalter Jürgen Schall. Die einst mit oxidroter Farbe ausgefüllten Inschriften waren über die Jahre verblasst. Mit der  Grundreinigung wurden auch die Reste der alten Farbe entfernt. Am ersten Tag haben die Reservisten die Farbe bei 175 Grabsteinen aufgefrischt. „Wie neu“, stellte Bernd Hecke fest. „Die restlichen haben wir am zweiten Tag bearbeitet.“ Für besonders schwer lesbare Gravuren stellte die Friedhofsverwaltung Akten zur Verfügung, die die Identifizierung der eingemeißelten Namen ermöglichten.

Die Aktion wurde von den Friedhofsbesuchern gut angenommen, berichtete Jürgen Schall: „So mancher interessierte sich für die Arbeiten auf dem Kriegsgräberfeld. Dass auch dieser Teil des Geländes wieder gepflegt und friedvoll aussieht, hat viele Besucher gefreut.“

Die Reservistenkameradschaft will sich auch zukünftig in Hof engagieren. So war für sie nach einem abschließenden Rundgang über den Friedhof klar, dass auch die anderen beiden Kriegsgräberfelder aufmerksame Pflege benötigen. 

Mitglieder der Reservistenkameradschaft Hof haben mitgeholfen, ein Kriegsgräberfeld auf dem Hofer Friedhof in der Plauener Straße herzurichten.

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