Spatenstich

für das Güterverkehrszentrum Hof

Die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Ilse Aigner, hat mit dem Spatenstich für das am Hofer Güterbahnhof geplante Güterverkehrszentrum einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Logistikstandortes vollzogen. Vor einer Vielzahl an Ehrengästen begann damit der seit 2006 projektierte Bau einer modernen und mit Portalkränen ausgestatteten Verladestation auf der Gesamtfläche von zunächst rund 50.000 Quadratmetern. Mit dem GVZ Hof soll die Zukunftsfähigkeit des Logistikstandortes für die nächsten Jahrzehnte - vor allem im Hinblick auf das Wachstum, das im Güterverkehr zu bewältigen sein wird - gesichert werden, so Staatsministerin Aigner. Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner gab in seinem Grußwort einen Abriss über die bisherigen Entwicklungen und dankte einer Vielzahl von Beteiligten.

Ziel sei mittel- bis langfristig die Schaffung weiterer Wertschöpfung am Standort Hof. Das Projekt umfasst Investitionen in einem Gesamtrahmen von rund 27 Mio. EUR. Allein der nun anstehende Rückbau von Gleisanlagen, der Ausbau einer Erschließungsstraße sowie vorbereitende Erdarbeiten schlagen dabei mit rund 6,4 Mio. EUR zu Buche. Der Freistaat Bayern selbst fördert das Projekt mit über 6,6 Mio. EUR.

Für den Lärmschutz, d.h. die Errichtung einer rund 240 Meter langen und teilweise bis zu 8 Meter hohen Lärmschutzwand, die vollkommen begrünt werden wird, wurden knapp 1,2 Mio. EUR eingesetzt.

Bereits im Laufe des nächsten Jahres sollen vor Ort zwei große Portalkräne zum Einsatz kommen. Nach Fertigstellung des GVZ kann die bestehende Frachtmenge dann deutlich erhöht werden.


v.l.: Karl Fischer (Geschäftsführer LKZ Prien), Landtagsabgeordneter Klaus Adelt, Landrat Dr. Oliver Bär, Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, Staatsministerin Ilse Aigner, Landtagsabgeordneter Alexander König, Robert Sebald (Managing Director Firma Contargo)

Download PDF-Dokument Lageplan (1,9 MB)

Bisherige Projektgeschichte:

- Ausgangspunkt war der Container-Umschlag durch die Spedition Pöhland ab 2002; Inhaber Klaus Pöhland wurde anfangs hierfür belächelt

- Erste Ideen für ein Güterverkehrszentrum im Jahr 2006.

- 2011 Übernahme der Pöhland Gruppe durch die Firma Contargo: Zum bundesweiten Containerzugnetz von Contargo gehören die Linien von Bremerhaven und Hamburg nach Hof.

- Gründung einer Güterverkehrszentrums- Entwicklungsgesellschaft durch Beschluss des Hofer Stadtrates 2011

- Käuflicher Erwerb des Geländes durch die Stadt Hof von der Deutschen Bahn und Überlassung an die GVZ-E-Gesellschaft als Sonderbetriebsvermögen

- Im Jahr 2012 Erbpachtvertrag mit der Firma Contargo mit einer Laufzeit von über 30 Jahren - Contargo hat am Standort Hof bisher weit mehr als 10 Mio. Euro investiert

- Nun Ausbau zu einem echten GVZ: Investitionssumme der vorbereitenden Maßnahmen 8,981 Mio. Euro inkl. Abbruch und Planungskosten - 90 % ige Förderung durch den Freistaat Bayern

- Planfeststellungsbeschluss vom 02.02.2016

- Förderantrag zur Ertüchtigung des Geländes des Güterbahnhhofes wurde am 18.08.2016 bei der Regierung von Oberfranken gestellt

- Im Vorbeginn der nun startenden Arbeiten wurden schon die Maßnahmen des Abbruches von Gebäuden und die Errichtung einer Lärmschutzewand durchgeführt - 240 m Länge mit bis zu 8 Meter Höhe auf dem westlichen Gelände

- 2018/19 vorbereitende Maßnahmen durch die Stadt Hof/GVZ-E 

Die Maßnahmen umfassen konkret:

• Umsetzung der artenschutzrechtlichen und landschaftspflegerischen Maßnahmen, diese wurden bereits seit Sommer 2017 in Angriff genommen

• Rückbau der Gleisanlagen und Baufeldfreimachung der Teilflächen 2 und 3 - Hier trotz diverser, erstellter Gutachten große Unwägbarkeiten im Hinblick auf Altlasten aber auch Kampfmittel

• Anpassung Signal- und Stellwerkstechnik gemeinsam mit der DB

• Bau der ca. 540 m langen Erschließungsstraße, die neben Erschließung des Terminals auch als öffentliche Zufahrt zum Zollgebäude dient, daher auch Gehweg, Straßenbeleuchtung und Versorgungsleitungen vorgesehen, Fahrbahnbreite 7 m

• Bau eines Abwasserkanals mit Anschluss an das öffentliche Abwassernetz

• Bau einer Trinkwasserleitung mit Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung

- Projektbeteiligte: Genannt seien die Firma Contargo, das Ingenieurbüro Skribbe-Jansen, GFN für Artenschutz, die Deutsche Bahn, das Ingenieurbüro Huhnt, die GVZ-Entwicklungsgesellschaft Hof, die Vergabestelle der Stadt Hof, das städtische Bauamt und die Untere Naturschutzbehörde

- Zielformulierung: Bau des GVZ sichert Zukunftsfähigkeit des Logistikstandortes Hof für die nächsten Jahrzehnte im Hinblick auf Wachstum, der im Güterverkehr zu bewältigen sein wird. Ziel ist zudem die langfristige Schaffung von weiterer Wertschöpfung am Standort Hof.

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