Schicksal der jüdischen Hofer:

Schicksal der jüdischen Hofer:

Schülerwettbewerb vorgestellt

Nachdem über das Leben und die Verfolgung der jüdischen Hofer Bürger von 1933-45 nur rudimentäre Kenntnisse vorhanden sind, initiierten 2014 der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde und die Hermann-und-Bertl-Müller-Stiftung ein Forschungsprojekt, um diese Lücke zu schließen. Mit der Studie beauftragt wurde der Historiker Dr. Ekkehard Hübschmann. Vor allem als Grundlage für eine anschließende historisch-politische Bildungsarbeit soll das Thema wissenschaftlich erforscht werden und überprüfbare, gesicherte Informationen liefern. „Angesichts eines rasant anwachsenden Antisemitismus und Juden- sowie Israelhasses in Teilen unserer Gesellschaft und auch an Schulen scheint die Aufgabe dringender denn je“, so die Vorsitzende der Hermann und Bertl Müller-Stiftung, Dr. Gisela Strunz. Nun stellten die Stiftung und die VHS Landkreis Hof einen flankierenden Schülerwettbewerb vor, der an den Hofer Schulen ausgelobt wurde. Zuvor informierte Dr. Ekkehard Hübschmann in der Konventstube am Unteren Tor über erste Ergebnisse seiner Arbeit und schilderte in eindringlichen Schilderungen die Geschehnisse um fünf jüdische Familien aus Hof ab 1933.

Ziel des Schülerwettbewerbes ab Januar 2019 ist es, auf der Basis der Forschungsarbeit von Dr. Ekkehard Hübschmann zum „Schicksal der jüdischen Hofer im Nationalsozialismus“ bei den Jugendlichen mittels des lokalen Bezuges eine emotionale Verbundenheit zu den damaligen Opfern und eine Reflexion über Ungerechtigkeit und Gewaltbereitschaft anzuregen. Dabei steht insbesondere der Transfer der historischen Ergebnisse auf die Gegenwart im Mittelpunkt.

„Der Schülerwettbewerb richtet sich an alle Schülerinnen und Schüler der Hofer Schulen ab der 9. Klasse“, so die Koordinatorin der VHS Landkreis Hof, Gabriele Böttcher (Tel. 09281/714525). Bis zum 31. Januar 2019 kann man sich dafür unter info@vhs-landkreis-hof.de mit Klassen oder einzelnen Arbeitsgruppen anmelden. Der Wettbewerb läuft bis einschließlich September 2019. Die Preisverleihung an die besten Projekte findet am 7. November 2019 statt. Insgesamt werden Geldpreise in der Gesamthöhe von EUR 5000 verliehen.

Partner des Wettbewerbs sind:

- Hermann und Bertl Müller-Stiftung

- VHS Landkreis Hof

- Partnerschaft für Demokratie in der Stadt Hof im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“

- Nordoberfränkischer Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde („Langnamenverein“)

- Stadtarchiv Hof

- Israelitische Kultusgemeinde

- Staatliches Schulamt

- Kulturamt der Stadt Hof

Weitere Informationen zum Wettbewerb auch unter:

www.vhs-landkreis-hof.de/schuelerwettbewerb


Erforscht die Schicksale der jüdischen Bevölkerung Hofs ab 1933: Dr. Ekkehard Hübschmann

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