Projekt CURA Hof:

Coaching zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit in der Stadt Hof

Das Projekt CURA startete zum 1.10.2018 in Hof und ist eine intensive Kooperations- und Koordinationsleistung des Jobcenters und des Jugendamtes der Stadt Hof. Betreut und begleitet werden hier Familien und Alleinerziehende mit Kindern, die im Langzeitbezug von Sozialleistungen nach dem SBG II stehen. Ziel des Projektes ist es, nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ die Betroffenen darin zu unterstützen, sich selbst individuelle Netzwerke aufzubauen und die eigene Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung zu stärken. Am Ende des Projektes soll die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt stehen oder – im Idealfall – die Langzeitarbeitslosigkeit bereits im Vorfeld verhindern.

„Trotz des erfreulichen Rückgangs der Arbeitslosenzahlen bleibt ein Teil der Menschen längere Zeit im Bezug“, so Bürgermeister Eberhard Siller. „Man gibt auf und gerät möglicherweise in einen Teufelskreis, in dem dann auch die Kinder nichts anderes kennen außer Arbeitslosigkeit. Diesen Teufelskreis möchten wir mit dem Projekt aufbrechen und den ganzen Strauß an Hilfsmöglichkeiten anbieten, der zur Verfügung steht. Die Erwachsenen sollen angespornt werden, den Kindern ein Vorbild zu sein und wieder in Arbeit zu kommen. Das Projekt ist somit auch ein ganz entscheidender Baustein in der Bekämpfung von Kinderarmut.“

Die bisherige Trennung zwischen Arbeitsmarkt- und Familien- bzw. Erziehungshilfe wird zugunsten einer ganzheitlichen Betreuung aufgelöst. Durch den intensiven Austausch zwischen Jobcenter und Jugendamt können sich so nachhaltige, positive Folgen für das gesamte familiäre System ergeben. Durch die unmittelbare Arbeit in den Familien können Erziehungs- und Alltagskompetenzen gestärkt und passgenaue Hilfen angeboten werden. Beratungsangebote, Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Beschäftigungsmöglichkeiten und notwendige Qualifizierungsmaßnahmen für den Arbeitsmarkt können dann individuell auf die familiäre Situation abgestimmt werden. Die Sozialpädagogen können hierbei außerdem auf ein großes etabliertes Helfernetzwerk in der Stadt Hof zurückgreifen.

CURA versteht sich als eine niedrigschwellige Unterstützung, um die Hemmschwelle der Betroffenen vor Ämtern und Behörden zu senken. Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig.

Der Zugang zum Projekt erfolgt in der Regel durch eine Anfrage beim Jobcenter.  Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, sich direkt bei den Koordinatoren vorzustellen. Die Maßnahme kann zudem auch von den Arbeitsvermittlern vorgeschlagen werden. Es erfolgt dann eine individuelle Falleinschätzung, in welcher auch über den Inhalt der Maßnahme informiert wird.

Gefördert wird das Programm aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, zehn Prozent der Kosten trägt die Stadt Hof. Aktuell gibt es in der Stadt 2500 Bedarfsgemeinschaften, 950 davon mit mindestens einem Kind. Wiederum 450 davon sind alleinerziehend.

Neben der Stadt Hof nehmen auch andere bayerische Städte wie z.B. Aschaffenburg, Augsburg, Amberg und Schweinfurt an dem Modellprojekt teil. Vorerst läuft es für ein Jahr, soll bei Erfolg aber fortgesetzt werden.


v.l.: Carolyn Schmitt (Jobcenter Stadt Hof, Teamleitung Markt und Integration), Klaus Wulf (Fachgebietsleiter Jugend und Soziales Stadt Hof), Bürgermeister Eberhard Siller, Andre Klust (Sachgebietsleiter Soziale Dienste Stadt Hof), Nina Schneider (Koordinatorin CURA Stadt Hof), Volker Herold (Koordination CURA Jobcenter Hof)

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