Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner

zu den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung

Im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Hofer Kernstadt sowie das Programm „Kernstadt 2020“ äußert sich Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner wie folgt in einem persönlichen Statement:

„Liebe Hoferinnen und Hofer,
denken wir 10 bis 15 Jahre zurück: Die Strukturkrise hatte ihren Höhepunkt erreicht, die Arbeitslosigkeit in der Stadt betrug fast 15 %. Mit viel Einsatz der Politik und der Unternehmen ist es seither gelungen, den Strukturwandel zu meistern. Die Hochschulen mit dem Institut für Informationssysteme, dem neuen Digitalen Gründerzentrum und dem kommenden Wasserinstitut wurden und werden weiter ausgebaut, mit der Umsiedlung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt wurden neue Kompetenzen und Netzwerke aufgebaut, die Stadt Hof wurde zum Wasserkompetenzstandort und nicht zuletzt aufgrund der zentralen geographischen Lage wurde der Logistikstandort mit starken Betrieben und einem wachsenden Güterverkehrszentrum erweitert. Entscheidend aber waren die Entscheidungsfreude und der Mut der hiesigen Unternehmen, die mit Investitionen am Standort dafür sorgten, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in den letzten Jahren massiv gestiegen ist. Auch bei uns in der Stadt Hof ist bei vielen Unternehmen mittlerweile die Zahl von Fachkräften der begrenzende Faktor für Wachstum.

So wie der Strukturwandel in den letzten zwei Jahrzehnten Industrie, Dienstleistung und Handwerk erfasst hat, so ist seit einigen Jahren die Digitalisierung eine besondere Herausforderung für den Einzelhandel. Dem gilt es mit gleicher Entschlossenheit und Kreativität zu begegnen und den Wandel aktiv anzunehmen. Es hilft uns nicht, immer „der guten alten Zeit“ nachzutrauern und mit Mitteln von gestern die Zukunft gestalten zu wollen. Mit unserem Konzept „Kernstadt2020“ bieten wir ein nie dagewesenes „Modernisierungsprogramm“ für unsere Innenstadt an. Von der Digitalschulung für Einzelhändler bis hin zur baulichen Umgestaltung in der Innenstadt werden hier vielfältige Herausforderungen angegangen und Lösungen gesucht. Ich freue mich als Oberbürgermeister auf einen spannenden und ergebnisoffenen Dialog mit der Bürgerschaft, der viele neue Antworten auf oft gestellte Fragen ergeben kann. Ich möchte deutlich machen, dass es sich dabei um einen ergebnisoffenen Dialog von Rathaus, Stadtrat, Hauseigentümer und Handel handelt, zu dem ich alle herzlich einlade.

Es ist gerade innerstädtisch in den letzten Jahren so viel Neues entstanden: Zu nennen sind die Attraktivierung des Wirth-Platzes und des Lorenzparkes, des Hospitalhofes, das Lichtkonzept in der Altstadt, die kommende Stärkung der Besucherfrequenz in der Ludwigstraße durch die neue VHS und den Rathausanbau sowie die Etablierung von neuen Veranstaltungen. Dennoch ist der global herrschende Veränderungsdruck derzeit so groß, dass es keine Tabus oder Denkverbote geben darf. Es ist zu diskutieren, ob unser Parkraumkonzept noch stimmig ist, wie ehemalige Ladengschäfte in Wohnraum umgewandelt werden können, wie öffentlicher Raum schnell und ohne großer Aufwand als „Event-Fläche“ genutzt werden kann, welche baulichen Veränderungen notwendig sind, wie wir dauerhaft die Synergien mit neuen Einrichtungen wie dem Digitalen Gründerzentrum nutzen können, welche Mobilitätskonzepte uns vorwärts bringen und vieles mehr.

Dabei freuen wir uns auch über steigende Zukunftsinvestitionen von außen, sei es die Hof Galerie oder - bei aller Melancholie über den Wegfall des Kaufhof-Standortes - das Hotel sowie neuen und attraktiven Handel in einem dann endlich modernisierten Gebäude. Vieles wird in den nächsten Jahren große Veränderungen bringen, aber ich bin mir sicher:

Wenn es uns gemeinsam gelingt, den Wandlungsprozess klug und vorausschauend zu gestalten, dann wird unsere Innenstadt schon in wenigen Jahren fit sein für die Zukunft. Ich freue mich auf diesen Prozess, denn dieser Wandel ist neben allen Herausforderungen auch eine große historische Chance für unsere Stadt! Wir möchten Sie mit Ihnen – den Hoferinnen und Hofern – gemeinsam nutzen!“

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