Neuer Jugendhilfeplan:

Nach vier Jahren intensiver Arbeit vorgestellt

Die Jugendhilfeplanung ist eine wichtige Pflichtaufgabe der Stadt Hof, die möglichst bessere Lebensbedingungen für junge Menschen und Familien schaffen oder diese zumindest auf konstantem Niveau halten soll. Ende September 2014 wurde mit der Konzipierung eines neuen Jugendhilfeplans begonnen, nachdem der letzte bis dahin erstellte Jugendhilfeplan aus dem Jahr 1997 stammte.

Neben der quantitativen und qualitativen Bestandsfeststellung von Einrichtungen, Diensten und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe wurde auch der Bedarf an Angeboten der Jugendhilfe zur Erziehung, Bildung, Betreuung und Freizeitgestaltung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ermittelt. Hierzu wurden unter anderem Vereine, Verbände und Institutionen befragt. Darüber hinaus erfolgte eine Empfehlung und Konzipierung von angemessenen Maßnahmen, um den erkannten Bedarf nach Möglichkeit zu realisieren. Der aktuelle Jugendhilfeplan wurde nun vorgestellt.

„Dieses knapp 270 Seiten umfassende Schriftstück ist aber keineswegs ein End-, sondern lediglich ein Zwischenergebnis“, betonte Bürgermeister Eberhard Siller. „Der Jugendhilfeplan soll leben und daher laufend aktuelle Bedürfnisse aufgreifen.“ Um die nun bestehende Grundlage zu erarbeiten, wurden mehrere Teilbereiche bei Fertigstellung sowohl dem Jugendhilfeausschuss als auch dem Stadtrat zur Beschlussvorlage vorgelegt, um zeitnah auch Maßnahmen aus den Prioritätenlisten umsetzen zu können. Als erstes beschloss man den Teilplan zur Jugendarbeit im März 2016. Daraus resultierend wurde zum Beispiel ein Grundlagenvertrag mit dem Stadtjugendring Hof abgeschlossen. Im Mai 2017 folgten der Teilplan „Kindertageseinrichtungen/Tagespflege“ sowie der 1. Teilplan zur Jugendhilfe und im April 2018 dann der 2. Teilplan.

Folgende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt:

· Wiederbesetzung der 2. Jugendpflegerstelle

· Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers beim Stadtjugendring

· Erhöhung der finanziellen Förderungen für die Jugendverbandsarbeit

· Erhöhung der Förderung für das internationale Mädchen- und Frauenzentrum

· Erhöhung der Arbeitszeit der Verwaltungsangestellten für den Stadtjugendring

· Im Bereich der Jugendsozialarbeit: Einstellung einer JAS-Fachkraft an der Eichendorffschule ab September 2018

· Aufgrund der Personalbemessung durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV) gibt es eine Personalverstärkung:

- im Allgemeinen Sozialdienst (ASD)

- im Bereich der Wirtschaftlichen Jugendhilfe

- im Bereich Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

·  Ausbau im Bereich der Kindertagesstätten, zum Beispiel Kita Emilia und BRK-Kita Lindenstraße; seit 2014 sind ca. 180 Plätze neu geschaffen worden (ca. 40 im Krippenbereich, ca. 135 im Kindergarten und 7 im Hort)

· Neue Organisationsstrukturen im Fachbereich Jugend und Soziales

- neues Sachgebiet „Demografie und Migration“:
hier ist die neu geschaffene Koordinationsstelle zur Integration von Flüchtlingen/Zuwanderern, die auch die Arbeit mit unbegleitet minderjährigen Flüchtlingen verbessern soll, angesiedelt;
ebenfalls neu ist die Stelle der Bildungskoordination für Neuzugewanderte, hier wird ein Integrationskonzept entwickelt

Die weiteren Arbeitsschritte beinhalten nun die Prüfung der Mach- und Umsetzbarkeit gemäß der beschlossenen Prioritätenlisten.

Download PDF-Dokument Jugendhilfeplan (23 MB)


v.l.: Kirstin Weber (stv. Kreisgeschäftsführerin BRK), Klaus Wulf (Fachbereichsleiter Jugend und Soziales, Stadt Hof), Bürgermeister Eberhard Siller, Thomas Funke (Koordinationsstelle Kinderschutz, Stadt Hof), Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, André Klust (Sachgebietsleiter Soziale Dienste, Stadt Hof), Maria Mangei (ehem. Geschäftsführerin Diakonie Hochfranken), Thomas Müller (gfi-Gesellschaft für soziale und berufliche Integration), Albert Rambacher (FAB-Stadtrat und Mitglied des Jugendhilfeausschusses), Carmen Siniawa (Fachberatung/-aufsicht Kindertagesstätten Stadt Hof)

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