Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla setzt sich für Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale ein

Reise nach Berlin

09.06.2021

Die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla hat gestern in Berlin gemeinsam mit weiteren Mitstreitern dem Parlamentarischen Staatssekretär, Enak Ferlemann, ein Gutachten vorgestellt. Das Gutachten unterstreicht die Bedeutung der Franken-Sachsen-Magistrale im Abschnitt zwischen Hof und Nürnberg und zeigt die Wirtschaftlichkeit und die Potentiale einer elektrifizierten Franken-Sachsen-Magistrale in diesem Abschnitt auf.

Die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale im Abschnitt zwischen Hof und Nürnberg ist ein bundespolitischer Dauerbrenner. Obwohl die Maßnahme seit Jahren im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verankert ist, gewinnt das Projekt nicht an Schwung.

Die Vorplanungen zur Elektrifizierung des Teilabschnittes Nürnberg – Marktredwitz –Schirnding/Grenze/D/CZ sind seitens der DB Netz AG weitgehend abgeschlossen. Auf dieser Grundlage entscheidet der Bund über das Ob und Wie des Ausbaus. Wegen der sich abzeichnenden hohen Baukosten ist die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens nicht gesichert. Es droht eine weitere zeitliche Verschiebung, schlimmstenfalls sogar das Aus des Projekts.

Um dies zu verhindern, hat das Sächsisch-Bayerische Städtenetz ein Gutachten in Auftrag gegeben, um dem Bundesverkehrsministerium den Bedeutungszuwachs der Magistrale aufzuzeigen und damit über den höheren Nutzen der Strecke die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.

Die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla ist gestern nach Berlin gereist, um mit weiteren Mitstreitern das Gutachten dem Parlamentarischen Staatssekretär, Enak Ferlemann, zu überreichen. „Als Vertreter der Region haben wir im Gespräch darauf hingewiesen, dass die Sachsen-Franken-Magistrale die am stärksten frequentierte Dieselstrecke mit den höchsten Emissionen Deutschlands ist. Das widerspricht unserem Streben, alle Klimaziele zu erreichen, die wir uns gesetzt haben.“

Weiter sagte Oberbürgermeisterin Eva Döhla: „Wir haben Staatssekretär Ferlemann gegenüber deutlich Stellung bezogen: Erst die elektrifizierte Magistrale ermöglicht die für den Güterverkehr dringend benötigte direkte Anbindung von Süddeutschland, Frankreich und der Schweiz an Tschechien, Polen und das Baltikum. Dies würde sich auf die Wirtschaft in unserer Region nachhaltig auswirken und Chancen eröffnen.“

Im Personenverkehr habe die Bahn aufgrund der Elektrifizierungslücke massive Fahrgastverluste hinnehmen müssen, erläuterte Eva Döhla, weil die elektrifizierte Strecke von Dresden her kommend in Hof endet und ein Umsteigen erforderlich ist. „Viele Bahnkunden könnten mit einer durchgehenden Verbindung zurückgewonnen werden.“

Im Gespräch mit dem Staatssekretär war es Eva Döhla auch wichtig, auf die mit der Elektrifizierung verbundene Verbesserung der Erreichbarkeit im Fernverkehr hinzuweisen. „Gerade im Hinblick auf die Einführung des Deutschlandtaktes 2030 ist die Fortführung der Elektrifizierung essentiell, damit die Hofer Bevölkerung über die Sachsen-Franken-Magistrale langlaufende, umsteigefreie Fernverkehrsverbindungen nutzen kann.“  Mehr als 30 Jahre nach Vollendung der Deutschen Einheit sei die Region, was den Fernverkehr betrifft, „noch immer Zonenrandgebiet“. „Dies muss sich ändern“, betonte die Oberbürgermeisterin.        

 

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