Hofer Filmtage tragen nicht zur Entwicklung als Hotspot bei

Stark erhöhte Inzidenzwerte in Hof

16.12.2020

Die Hofer Filmtage 2020 sind längst vorbei. Jetzt scheinen sie Wellen besonderer Art zu schlagen. Verursacher der derzeit hohen Inzidenzwerte sind sie nicht. Des Weiteren stellt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege der strikten Vorgehensweise der Stadt Hof bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gute Noten aus.

Die Hofer Filmtage sind nicht ursächlich dafür, dass sich Hof zu einem Corona-Hotspot entwickelt hat. Zu diesem Schluss kommt die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt Hof.

Bereits im September 2020 war damit begonnen worden, ein eigenes Schutz- und Hygienekonzept für die Filmtage zu entwickeln, das den jeweiligen zu diesem Zeitpunkt geltenden Regelungen der Infektionsschutzvorschriften entsprach. Dies war zum Zeitpunkt der Filmtage die 7. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7.BayIfSMV). Die endgültige Fassung des Konzeptes wurde zur Überprüfung sowohl der Regierung von Oberfranken als auch dem Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Hof und dem Landratsamt Hof als neutrale Prüfstelle übermittelt. „Gegen das für die Filmtage entwickelte Hygienekonzept hatten die damaligen Prüfer ­keine Einwände“, sagt Sascha Plochberger, Katastrophenschutzbeauftragter der Stadt Hof.

Als seit Mitte Oktober die Inzidenzzahlen wieder stiegen – so war am 17.10.2020 wieder eine Inzidenz von über 20 erfasst worden - wurden kurz vor Beginn der Filmtage das Konzept und die damit verbundenen Ausnahmeregelungen aufgehoben und die Veranstaltung im Rahmen der Regelungen für Kinos nach § 23 7.BayIfSMV organisiert. „Dementsprechend verblieb von den 54. Hofer Filmtagen zwar der Name, jedoch reduzierte sich die „Veranstaltung“ auf den regulär zugelassenen Kinobetrieb ohne weitere Sonderregelungen“, erläutert Plochberger.

Ein Anstieg der Fallzahlen war bereits ab Ende Oktober zu verzeichnen. Dies zeigen statistische Auswertungen der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) Stadt Hof. „Gemäß den über das Virus bekannten Daten der medizinischen Forschung kann ein potenzieller Ausbruch von CoViD-19 frühestens nach circa zehn Tagen festgestellt werden. „Sowohl die FüGK Stadt Hof als auch das Gesundheitsamt sehen auch unter Einbeziehung der pandemischen Lage in ganz Deutschland keinen Zusammenhang der Filmtage zu dem Hotspotgeschehen“, berichtet Sascha Plochberger.

Zudem bestätigte das Gesundheitsamt, dass die in Hof aufgetretenen Fälle keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit den Filmtagen geben.

Dass die Stadt Hof bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt hat, bestätigte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. In einer Videokonferenz am Mittwoch, 16.12.2020, hat Staatssekretär Klaus Holetschek das strikte Vorgehen der Stadt bei der Eindämmung der Pandemie gegenüber der Hofer Oberbürgermeisterin sehr gelobt. Die Stadt Hof hatte entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen.

Der Katastrophenschutzbeauftragter Sascha Plochberger fasst zusammen: „Die Maßnahmen der jüngsten Allgemeinverfügung sind zwar hart, werden aber voraussichtlich bis 23.12.2020 verlängert.“

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