Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht Realisierung eines bedeutenden Bestandskataloges

Unkomplizierte Unterstützung für Museum Bayerisches Vogtland

09.09.2020

Für das Museum Bayerisches Vogtland geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Endlich kann Museumsleiterin Dr. Magdalena Bayreuther einen Bestandskatalog der Werke des Hofers Johann Christian Reinhart (1761–1847) realisieren. Möglich wird dies durch das Engagement der renommierten Münchener Ernst von Siemens Kunststiftung.

Mit Hilfe sogenannter Bestandskataloge erforscht und dokumentiert das Museum Bayerisches Vogtland nicht nur seine Bestände, sondern bereitet auch Ausstellungen vor. Rechtzeitig zur Feier des 260. Geburtstags des Malers, Radieres und Zeichners im nächsten Jahr geht mit der Realisierung des Bestandskatalogs ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. „Nun können wir endlich alle Werke Reinharts publizieren, die sich in unserer Kunstsammlung befinden“, freut sich Museumsleiterin Dr. Magdalena Bayreuther.

Die Museumsleiterin weist dabei auf die Bedeutung von Bestandskatalogen hin.

Sind die Werke eines Künstlers einmal akribisch erfasst, behalten diese Bücher Gültigkeit auf Jahrzehnte. „Unsere umfangreiche städtische Reinhart-Sammlung wird somit einer breiten überregionalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht und unterstreicht die Bedeutung Hofs für Reinharts Leben und Wirken.“

Das Projekt Bestandskatalog erfordert jedoch zusätzliche personelle Verstärkung und damit einschlägiges kunsthistorisches Fachwissen und Publikationserfahrung, was mit Kosten verbunden ist. In genau diese Lücke springt die renommierte Ernst von Siemens Kunststiftung aus München. Deren Stiftungszweck ist unter anderem, die Erstellung von Bestandskatalogen von herausragender Bedeutung zu unterstützen. So förderte die Kunststiftung bereits die exquisiten Bestandskataloge der Klassik Stiftung Weimar oder die Dokumentation der rund 1700 Objekte der Kunstkammer der Württembergischen Herzöge.

Im Rahmen ihrer „Corona-Förderrichtlinie“ für freiberuflich tätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in öffentlichen Museen“, die von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie oft stark betroffen sind, sagte die Kunststiftung nun eine großzügige Unterstützung zu. „Wir haben eine selbstständige promovierte Kunsthistorikerin gewinnen können, die ab Oktober 2020 im Rahmen eines Werkvertrages das Katalogmanuskript bearbeitet“, erläutert Magdalena Bayreuther. „In unserer Museumsgeschichte wurde ein Förderantrag noch nie so schnell und unkompliziert bewilligt wie aufgrund der der Corona-Förderlinie.“

Von der Bedeutung des Reinhart-Bestandskataloges werden sich die Besucher des Museums Bayerisches Vogtland spätestens im kommenden Jahr überzeugen können. Denn 2021 werden der Trägerverein Kulturkreis Hof e.V. und das Museum das Reinhart-Cabinett neu konzipieren und Kunstinteressierten somit neue Einblicke in das Schaffen des Hofers Johann Christian Reinhart bieten.

Über Johann Christian Reinhart:

Geboren und aufgewachsen ist Johann Christian Reinhart (1761–1847) in Hof. Um 1800 galt er aufgrund seiner Bandbreite an Landschaftsformen und seiner überragenden künstlerischen Qualität einer der bedeutendsten Landschaftskünstler dieser Zeit. Der seit 1789 in Rom ansässige Maler, Radierer und Zeichner war der Mittelpunkt der dortigen deutschen Künstlerkolonie. Obwohl er bis zu seinem Tod fast 60 Jahre in Rom verbrachte, vergaß er seine Vaterstadt nie und betrachtete sich bis zuletzt als ‚Hofer‘.

Museumsleiterin Dr. Magdalena Bayreuther freut sich darauf, die städtische Sammlung der Werke Johann Christian Reinharts schon bald in einem Bestandskatalog erfassen und dokumentieren zu können.

Foto: Stadt Hof

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