Dr. Gisela Strunz

erhält Goldene Bürgermedaille der Stadt Hof

Die Goldene Bürgermedaille ist die höchste kommunale Auszeichnung, die nach dem Ehrenbürgerrecht vom Stadtrat vergeben werden kann. Sie wird Hoferinnen und Hofern zuerkannt, die sich besonders um das Wohl und Ansehen der Stadt wie auch der Bürgerschaft verdient gemacht haben. Der Kreis der bisherigen 57 Preisträger erweitert sich nun um Dr. Gisela Strunz.

Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner gab, traditionell im Beisein anderer bereits Ausgezeichneter, zunächst einen kurzen Abriss der Vita: Nach ihrem Studium der Romanistik und Germanistik in München wurde Dr. Gisela Strunz als jüngste Studienrätin Bayerns Lehrerin an der Hofer Realschule. 1987 studierte sie erneut – diesmal in Bayreuth – politische Soziologie, Philosophie und germanistische Mediävistik. An der dortigen Universität dozierte sie anschließend über viele Jahre an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät. „Doch dann kam 2001 ein alter politischer Weggefährte Deines Vaters auf Dich zu und fragte, ob Du nicht Interesse an einer Stadtratskandidatur hättest“, so Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. „Du sagtest zu, weil Dich neben den politischen und soziologischen Theorien wohl auch die politische Praxis reizte. Doch schnell holte Dich im Hofer Stadtrat der kommunalpolitische Alltag ein. Vor allem im Kulturbereich, in dem Du Dich ja bestens auskanntest, sahst Du als Mitglied im Kulturbeirat vieles, das es anzupacken galt.“ Seit etwa 25 Jahren hat sich Dr. Gisela Strunz daher auch ehrenamtlich der Hofer Kultur verschrieben, engagiert sich für die Sicherung städtischer Kunstgegenstände oder den Fortbestand unterschiedlicher kultureller Einrichtungen.

Darüber hinaus war sie unter anderem Mitinitiatorin des Frauennotrufes, zweite Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes oder Mitbegründerin des Vereins „Evangelische Jugendsozialarbeit Hof und Umgebung e.V.“. Besonders widmete sie sich auch dem Ausbau Hofs als Kultur- und Bildungsstadt, ist im Kunstverein Hof engagiert, genauso wie im Förderverein der Stadtbücherei und des Botanischen Gartens und im Nordostoberfränkischen Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde. Für mehr Attraktivität der Hofer Stadtbücherei sammelte sie Sponsorengelder und setzte sich erfolgreich für die Erhaltung der Zweigstelle in der Hofecker Schule ein.

Weiter liegt ihr Engagement bei den Hofer Filmtagen. Als Mitbegründerin und 1. Vorsitzende des Vereins der Freunde der Internationalen Hofer Filmtage e.V. wurden unter ihrer Federführung die Archivalien des Filmfestes katalogisiert und digitalisiert. Als Mitbegründerin und Sprecherin des Initiativkreises „museum-aktiv“, der mittlerweile KulturKreis Hof e.V. heißt, initiierte Dr. Gisela Strunz auch die Gründung des Reinhart Cabinetts oder erfasste die städtische Kunstsammlung digital. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern setzte sie sich vehement für Spenden und Fördergelder für das Museum Bayerisches Vogtland ein, das dank dieser Mittel über seine heutige Attraktivität verfügt.

„Aber die größte Herausforderung des KulturKreises war die Rettung der Münch-Ferber-Villa“, so Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner. „Diese wunderschöne Villa aus der Gründerzeit, Ende des 19. Jahrhunderts von Kommerzienrat Walther Münch-Ferber aus Hof im Stil des italienischen Klassizismus erbaut, war dem Verfall anheimgegeben. Durch zahlreiche Benefizaktionen und beispiellose Sammelaktionen konnte der Verein, später zusammen mit dem extra für diesen Zweck gegründeten Förderverein für die Münch-Ferber-Villa eine riesige Summe von 360.000 Euro sammeln. Dies war der notwendige Eigenanteil der Stadt Hof, um für eine Sanierung der Villa Fördermittel in Höhe von 3,2 Mio. Euro zu erhalten.“

Nicht minder vielfältig und bedeutend sind die umgesetzten Projekte im Rahmen ihrer Tätigkeit als stellvertretender Kuratoriumsvorsitzenden der Dr.-Hans-Vießmann-Stiftung und als Stiftungsvorsitzender der Hermann und Bertl Müller-Stiftung, die sie bis heute ist. Der 2019 durch sie initiierte Schülerwettbewerb zum Schicksal jüdischer Hofer im Nationalsozialismus wurde auch von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, gewürdigt.

„Liebe Gisela, Du hast Dich in Deinem jahrzehntelangen, besonders verdienstvollen Wirken hervorragend und vorbildlich um den Ausbau Hofs als Bildungs- und Kulturstadt eingesetzt und große Verdienste erworben. Insbesondere die kulturelle Entwicklung in der Stadt Hof lag Dir sehr am Herzen. Du hast Dich durch besonders erfolgreiches Wirken und Eintreten für das Wohl der Stadt Hof und Ihrer Bürgerschaft verdient gemacht. Hierfür gebühren Dir Dank und Anerkennung, die heute durch die Verleihung der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Hof ihren sichtbaren Ausdruck finden werden“, schloss Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner seine Laudatio und überreichte Urkunde und Goldene Bürgermedaille an Dr. Gisela Strunz.

In Ihrer Gegenrede dankte Dr. Gisela Strunz ihren vielen Mitstreitern für die jahrelange Zusammenarbeit. Zudem ging sie einerseits auf ihre eigene Motivation ein und andererseits darauf, dass ihr vieles bereits vom Elternhaus mitgegeben wurde: "Bei uns zuhause war es üblich, dass man ein Theater-Abo hatte und dass gelesen wurde, dass man sich interessierte. Ich möchte genau das weitergeben - nämlich, dass die Welt so unendlich reicher wird mit Kunst, Kultur, Wissenschaft, Literatur - man kann auch bei Kindern gar nicht früh genug anfangen mit dem Säen!"

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