Digitalisierungspreis:

Die Gewinner stehen fest

Sie stehen fest: Die Gewinner des Digitalisierungspreises 2017. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof e.V. zeichnete Platz zwei und drei im Rahmen eines festlichen Abends am 22. November aus – der Erstplatzierte war bereits im Rahmen des Hofer Wirtschaftsforum am 13. November gekürt worden. Ziel des Preises war es, Konzepte zu fördern, durch welche die an der Hochschule betriebene Lehre zukünftig bestmöglich den Anforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt gerecht wird. Prof. Valentin Plenk, Ingo Müller-Meuche und Prof. Ina Günther überzeugten die Jury mit ihren Konzepten zum Industrie 4.0 Labor, der SCRUM Vorlesung und digitalen Lehrmethoden dabei am meisten.

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis „Digitaler Aufbruch der Lehre“ soll die Umsetzung von digitalen Innovationen in der Lehrpraxis fördern. Prof. Valentin Plenk konnte die Jury dafür mit seinem Konzept zu Vorlesung und Praktikum „Industrie 4.0 in Planung und Produktion“ in Kooperation mit der Universität Bayreuth am meisten überzeugen. Seine Lehrveranstaltung, die bereits praktisch umgesetzt wird, schließt die Lücke zwischen theoretischen Betrachtungsweisen, angewandter Wissenschaft und Interdisziplinarität für Studierende der Fachrichtungen Informatik, Ingenieurwissenschaften und Betriebswirtschaft. Plenk vertritt das Lehrgebiet Steuerungstechnik und leitet die Forschungsgruppe Cyber-Physical-Systems sowie das Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof.

Durch die Konzeptidee des zweitplatzierten Ingo Müller-Meuche, Lehrbeauftragter am Institut für Weiterbildung, werden Studierende dazu befähigt, mit Methoden des agilen Projektmanagements effizient ihr Wissen zu dokumentieren, offene, digitale Wissensnetzwerke zu kreieren und aufgrund persönlicher Erfahrungen normative und interkulturelle Auswirkungen verbreiteter Informationen zu reflektieren. Dafür hat Müller-Meuche die heute bereits von vielen Softwareanbietern genutzte SCRUM-Methode auf die Anforderungen seiner Vorlesung angepasst.

Das Praxis-Projekt „Entwicklung von Applikationen für mobile Endgeräte“ von Prof. Ina Günther, Professorin für Medieninformatik: In der interdisziplinären Zusammenarbeit werden während zwei Semestern alle relevanten Entwicklungsphasen einer App abgedeckt. Dabei lernen die Studierenden nicht nur digitale und analoge Methoden kennen, sondern üben sich auch darin, deren Einsatz zu reflektieren und ihr Zusammenwirken zu strukturieren.

Insgesamt neun innovative Einreichungen für den Digitalisierungspreis der Freunde und Förderer der Hochschule Hof hatte die fachkundige Jury zu bewerten. Das Gremium bestand aus prominenten und kreativen Experten der Region: Prof. Hans-Jörg Bullinger, Mitglied des Fraunhofer-Senats und ehemaliger Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Dr. Wolfgang Zeitler, Ministerialdirigent a. D. und ehemaliger Abteilungsleiter für die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Carsten Rudolph, Geschäftsführer bei BayStartUP in Nürnberg, Benjamin Bauer, Co-Founder von UniCoach in Nürnberg, Michael Bitzinger, Geschäftsführer der bitzinger GmbH in Hof, Markus Leutloff, Geschäftsführer Viessmann Kühlsysteme GmbH in Hof und Vertreter des Vorstandes der Freunde und Förderer der Hochschule Hof e.V. sowie Benjamin Balbach, Geschäftsführer der crossvertise GmbH.

Doch mit dieser Preisverleihung geht die Geschichte des Digitalisierungspreises noch nicht zu Ende. Um den Effekt der einzelnen Ideen zu maximieren, wird ein Workshop stattfinden, in welchem alle Teilnehmer Elemente aus ihren Konzepten zu einem Gesamtkonzept zusammenfügen. Außerdem soll der Award dann 2018 in eine zweite Runde gehen, bei der es stärker um die Umsetzung vorhandener Konzepte in die Lehrpraxis gehen wird. Auch hierfür lobt die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule Hof e.V. wieder 20.000 Euro für den Erstplatzierten aus – eine Summe, welche wiederrum in einen hochschulnahen Digitalisierungszweck reinvestiert wird.


v.l.n.r. Prof. Jürgen Lehmann, Dr. Dorothee Strunz, Prof. Ina Günther (Platz 3), Prof. Valentin Plenk (Platz 1), Ingo Müller-Meuche (Platz 2) und Prof. Dietmar Wolff.

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