Stadt Hof schließt sich der Initiative „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ an

Cities for Life

30.11.2020

Die Stadt Hof setzt ein Zeichen und schließt sich dem heutigen internationalen Aktionstag „Cities for Life“ der Initiative „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ an. Der Beschluss, die Einverständniserklärung zu unterzeichnen, wurde im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss am 9. November 2020 einstimmig gefasst.

Mindestens 2.307 neue Todesurteile in 56 Ländern und zugleich mindestens 657 Hinrichtungen in 20 Ländern. Die meisten Hinrichtungen fanden in China, Iran, Saudi-Arabien, Irak und Ägypten statt, und zwar in dieser Reihenfolge. Dies hat die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) im Laufe des Jahres 2019 dokumentiert. Der Menschenrechtsorganisation zufolge hätten 86 Prozent der weltweiten Hinrichtungen in nur vier Ländern stattgefunden: Iran, Saudi-Arabien, Irak und Ägypten. Weltweit waren Ende 2019 mindestens 26.604 Menschen zum Tode verurteilt.

„Dies ist nicht länger hinnehmbar“, sagt die Hofer Oberbürgermeisterin Eva Döhla. „Die Todesstrafe verletzt das Recht auf Leben, also auf das fundamentalste Menschenrecht.“ Sie verletzt auch das Recht, keiner grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung oder Strafe unterworfen zu werden. Diese Rechte sind in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN) in den Artikeln 3 und 5 verankert. Zur Einhaltung dieser Erklärung haben sich alle UN-Mitgliedstaaten verpflichtet. „Das Verbot der Todesstrafe ist dringend notwendig.“

Um gegen die Todesstrafe zu protestieren, schließt sich die Stadt Hof auf Anregung von Eva Döhla am heutigen internationalen Aktionstag „Cities for Life“ der Initiative „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ an. „Wir setzen ein Zeichen für Menschlichkeit und ein Justizsystem, das das Leben immer und unter allen Umständen schützt“, sagt Eva Döhla. Die Bekundung der Beteiligung ist ein wichtiges Signal in der Öffentlichkeit, gerade weil in diesem Jahr große publikumswirksame Aktionen zum Beispiel von Amnesty International aufgrund der Coronapandemie nur eingeschränkt möglich sind. „Die Hofer AI-Gruppe hat sich engagiert und mehrere Plakate in der Innenstadt angebracht.“

Der Beschluss, die Einverständniserklärung zu unterzeichnen, wurde im jüngsten Haupt- und Finanzausschuss am 9. November 2020 einstimmig gefasst.

Der internationale Aktionstag „Cities for Life“ wurde 2002 von der christlichen Laienbewegung "Gemeinschaft Sant‘Egidio" ins Leben gerufen und ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für die Achtung der Menschenrechte. An dem Welttag beteiligt haben sich bisher fast 300 Städte, darunter Großstädte wie Berlin, Hamburg, Stuttgart, Köln, Düsseldorf oder Dortmund.

Der Aktionstag findet jährlich am 30. November statt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als weltweit erster Staat Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Amnesty International und damit auch die Hofer Gruppe der Menschenrechtsorganisation setzt sich seit mehr als 40 Jahren für zum Tode Verurteilte ein und fordert eine Welt ohne Todesstrafe. Zwar würden immer mehr Staaten sich von dieser unmenschlichen Strafe abwenden. „Dennoch ist das Ziel – eine Welt ohne Todesstrafe – noch lange nicht erreicht“, schreibt die Menschenrechtsorganisation.

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