53. Internationale Hofer Filmtage:

Filmpreis der Stadt Hof 2019 geht an Schauspieler Max Riemelt

Der diesjährige Filmpreis der Stadt Hof geht an Max Riemelt. Der 35-jährige Schauspieler und Grimme-Preis-Träger gab bereits 1997 sein Fernseh-Debüt und ist unter anderem aus dem Film „Die Welle“ sowie der Netflix-Serie „Sense8“ einem breiten Publikum bekannt. Er drehte zuletzt „Die Freundin meiner Mutter“. In den Jahren zuvor waren Schauspiel-Kollegin Aylin Tezel, Dokumentarfilmer Wolfgang Ettlich sowie der diesjährige Laudator, Autor und Filmkaufmann Alfred Holighaus, ausgezeichnet worden. Letzterer hielt in diesem Jahr die Laudation auf den neuen Preisträger.

Mit dem Preis wird seit 1986 anlässlich der Internationalen Hofer Filmtage eine Persönlichkeit ausgezeichnet, die für den deutschen Film ein wichtiger Impulsgeber ist und dem Filmfestival in der Saalestadt verbunden ist. Der undotierte Filmpreis der Stadt Hof gilt im Bereich des Deutschen Films als eine der begehrtesten Auszeichnungen, die Internationalen Hofer Filmtage selbst als eines der wichtigsten deutschen Festivals nach der Berlinale sowie als „Familienfest des Deutschen Films“.


v.l.: Preisträger Max Riemelt, Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner, MdL Thomas Gehring (Vizepräsident des Bayerischen Landtags), Laudator Alfred Holighaus;

Max Riemelt, der den Preis aus den Händen von Hofs Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner erhielt, ist den Hofer Filmtagen bereits seit 15 Jahren verbunden. Bei der damals 38. Ausgabe des Festivals eröffnete sein Film „Napola – Elite für den Führer“ das Festival. Riemelt spielt darin den 17-jährigen Friedrich, dessen Box-Talent ihm die Türen zu einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt öffnet, in der die zukünftige Elite des großdeutschen Reiches herangezogen werden soll. Für seine Rolle wurde er später beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary als bester Darsteller ausgezeichnet. Zudem war Max Riemelt bei den Internationalen Hofer Filmtagen auch wiederholt Gast der Club-Gespräche, bei denen sich Besucher mit Filmschaffenden austauschen können.

Die Hofer Filmtage, die in diesem Jahr zum dritten Mal unter der Festivalleitung von Thorsten Schaumann stattfinden, laufen noch bis zum Sonntag (27. Oktober).

Zu Max Riemelt:

Riemelt, gebürtiger Berliner, besuchte keine Schauspielschule. Sein TV-Debüt feierte er bereits als 13-Jähriger in einer Nebenrolle des Zweiteilers „Eine Familie zum Küssen“. Im Laufe der folgenden zehn Jahre wirkte er bereits in knapp 30 Fernseh- und Kinoproduktionen mit. Für die weitere Karriere Max Riemelts war auch die Zusammenarbeit mit Regisseur Dennis Gansel prägend, der ihn zuerst in der Komödie „Mädchen, Mädchen“ besetzte, später im Drama „Napola – Elite für den Führer“ und 2008 im Remake von „Die Welle“. Weitere Filme sind unter anderem „Der rote Kakadu“ (2006), „Wir sind die Nacht“ (2010), „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010) „Die vierte Macht“ (2012), „Warschau `44“ (2014), „Amnesia“ (2015) oder „Berlin Syndrom“ (2017). Ab 2014 erhielt Max Riemelt als einziger deutscher Schauspieler eine durchgehende Hauptrolle in der Netflix-Serie „Sense8“. Auszeichnungen u.a. : Bayerischer Filmpreis als bester männlicher Nachwuchsdarsteller (2005), Deutscher Fernsehpreis als Teil des Ensembles von „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010), Grimme-Preis für „Im Angesicht des Verbrechens“ (2011), Chevalier des Arts et des Lettres für Verdienste um die deutsch-französische Kultur (2017).

Zum Filmpreis der Stadt Hof – die bisherigen Preisträger:

Der Filmpreis der Stadt Hof wurde im Jahr 1986 zum ersten Mal vergeben, damals an Doris Dörrie. Seitdem finden sich viele bekannte Namen des deutschen Films unter seinen Preisträgern: Wim Wenders, Werner Herzog, Detlef Buck, Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Dominik Graf oder Oscarpreisträgerin Caroline Link – um nur einige zu nennen. Der Preis selbst besteht aus einem Objekt der Staatlichen Fachschule für Produktdesign in Selb und richtet sich an Personen, die mit Hof und dem Festival eng verbunden sind.

Bisherige Preisträger waren (nach Auszeichnungsjahr):

1986   Doris Dörrie
1987   Hans Noever
1988   Laurens Straub
1989   Josef Rödl
1990   Herbert Achternbusch
1991   Uwe Brandner
1992   Wim Wenders
1993   Werner Herzog
1994   Christian Rischert
1995   Detlev Buck
1996   Werner Schroeter
1997   Sönke Wortmann
1998   Tom Tykwer
1999   Andreas Kleinert
2000   Joachim Król
2001   Hans-Christian Schmid
2002   Redaktion „kino kino“, BR
2003   Dominik Graf
2004   Laura Tonke
2005   Christoph Schlingensief
2006   Dr. Alexander Kluge
2007   Peter Lohmeyer
2008   Rosa von Praunheim
2009   Christian Petzold
2010   Caroline Link
2011   Peter Kern
2012   Jessica Schwarz
2013   Barbara Albert
2014   Chris Kraus
2015   Katharina Marie Schubert
2016   Aylin Tezel
2017   Wolfgang Ettlich
2018   Alfred Holighaus
2019   Max Riemelt

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