Stadtbücherei Hof, 01.02.2012
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Im voll besetzten Foyer der Stadtbücherei Hof las Gert Böhm aus seinem neuesten Buch „Ich bin dann mal alt“, das er zusammen mit dem Benedektiner-Prior und Psychotherapeuten Johannes Pausch verfasste. Wie der Leiter der Stadtbücherei, Peter Herold, eingangs erwähnte, umfasst sein Werk bisher 18 Titel, viele davon übersetzt in andere Sprachen, so ins Englische, Spanische, Italienische, Koreanische und viele anderen Sprachen.
Seine Lesung wie auch sein Buch ist in drei Teile gegliedert: erstens zu Rhythmen des Lebens, die Abfolge von Aktivitäts- und Ruhephasen, oftmals gestört durch vielerlei, auch äußere Einflüsse, aber unabdingbar für eine gelassener und reifer werdende Seele.
Zweitens über Beziehungen zu sich und anderen, Liebe, Familie, soziales Engagement, ohne die das Leben leer sei, auch wenn’s mal kracht. Auch hier müsse der Mensch ein Mittelmaß zwischen den Anforderungen finden, um wachsen zu können, ohne in Extreme zu verfallen.
Im dritten Teil ging es um Wege zur Transzendenz. Hier las Böhm etwa aus dem Kapitel über die Unbegründbarkeit des Leidens. Ohne die Erfahrung von Schmerz und Leid, so Böhm, könne kein Mensch wirklich reifen. Um Schmerzen erträglich zu machen, könne man sich „opfern“ für andere und dem Leid so einen Sinn geben. Wenn der Wandel von Körper und Leid nicht mehr möglich sei, stelle sich der Tod ein, der das Tor zu einem anderen Zustand sei, in dem sich die Sehsucht des Menschen endgültig erfüllt.
Böhm kündigte weiterhin sein neues im Januar erscheinendes Buch an, das er zur Freude Peter Herolds gerne wieder in der Stadtbücherei vorstellen möchte.
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Als "Literatur im Dunklen“ fand ein zweisprachiger Abend mit türkischer Literatur im unbeleuchteten Lesesaal der Stadtbücherei Hof am 05.11.2011, 20.00 Uhr statt.
Gelesen wurden: Nazim Hikmets Gedichte: „Tahir und Zühre“ + „Heute ist Sonntag“ Die Kurzgeschichte Leyla R.Okyays: „Die Sprache meiner Mutter“ Sennur Sezers Gedicht: „Ärztlicher Rat“ Die Kurzgeschichte Mehmet Z. Saclioglus: „Die Migurs“ Sowie die Kurzgeschichte Cem Mumcus: „Adim“.
Die Texte wurden zusammengestellt von Katharina Burkhardt, gelesen von Yasemin Ayit, Fatima Bayramoglu, Andreas Fickenscher, Bülent Karapinar und Aliye Yildiz. Orientalische Klänge von Reza Shahin Fart sowie literaturwissenschaftliche Erläuterungen von katharina Burkhardt.
Finanziert war der Abend vom Förderverein Stadtbücherei Hof e. V.