In der Veranstaltung der Bürgerinitiative gegen den Hofer Himmel war zum wiederholten Male die Behauptung aufgestellt worden war, dass die Anfahrtswege für die Feuerwehr und die nötigen Fluchtwege nicht sichergestellt seien. Dies wurde gleich in der Versammlung durch Stadtdirektor Franz Pischel aufgeklärt. Dennoch hat die Sprecherin der Initiative Regine Deterding in einer Mail an die Stadt Hof um weitere Aufklärung gebeten.
In seiner Antwort stellt Pischel klar, dass "die Vorlage eines Brandschutzgutachtens, sofern ein solches nach Art 2BayBO,§ 11 BauVorlV notwendig sein sollte, im Zusammenhang mit der Einreichung eines Bauantrages (Genehmigungsplanung) zu erfolgen hat." Ein Planungsauftrag für die Genehmigungsplanung sei derzeit noch nicht erteilt.
Er weist aber darauf hin, dass „die Stadt, aus ihrer Verantwortung für den Brand- und Personenschutz, im Vorfeld der nunmehr der Öffentlichkeit vorgestellten Pläne geprüft hat, welche Anfahrtswege bzw. Aufstellflächen für die Feuerwehr freigehalten werden müssen.“ Stadtbrandrat Peter Leupold und der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Bauordnung haben hierzu über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen Ermittlungen angestellt, um festzulegen, an welchen Fenstern sämtlicher Anwesen die Feuerwehr anleitern können muss, um den zweiten Rettungsweg sicherzustellen. Hierzu wurden die Bauakten studiert und – wo es erforderlich war – Kontakt sowohl mit den Eigentümern als auch mit den Nutzern in der Altstadt gehalten, damit die aktuellsten Fakten in die Überlegungen einfließen. Die Architekten haben die entsprechenden Informationen bekommen und ihre Planungen darauf abgestellt. Es gibt keinerlei Erkenntnisse, dass die gemachten Vorgaben nicht eingehalten werden.
Die Unterlagen, die bisher vorliegen, wurden geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass die Rettungswege für alle Anwesen grundsätzlich sichergestellt werden können. Bei den noch im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens vorzulegenden Plänen kann es sich später lediglich um geringfügige Änderungen im Detail handeln. Der Brandschutz mit den nötigen Zufahrtswegen und Aufstellflächen ist gewährleistet.
Nach Prüfung der von der Bürgerinitiative eingereichten Unterschriften hat der Stadtrat in seiner Sondersitzung am 14. August 2009 über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens entschieden. Darüber hinaus hat er dem Bürgerbegehren ein eigenes Ratsbegehren gegenübergestellt, um auch den Befürwortern des Hofer Himmels die Möglichkeit zur Zustimmung zu geben.
Der Bürgerentscheid findet am 27. September 2009 zusammen mit der Bundestagswahl statt.
So wird der Stimmzettel aussehen:
Die Frage des Ratsbegehrens (Bürgerentscheid 1) lautet:
Sind Sie dafür, dass die Hofer Innenstadt mit einer Neugestaltung der Freiflächen und dem weithin Beachtung findenden Konzept des „Hofer Himmels“ schrittweise aufgewertet und damit das Oberzentrum Hof insgesamt gestärkt wird?
Die Frage des Bürgerbegehrens (Bürgerentscheid 2) lautet:
Sind Sie dafür, dass die Hofer Innenstadt aufgewertet wird ohne dass ein Dach wie der zur Zeit geplante „Hofer Himmel“ errichtet wird?
Die Stichfrage ist zwingend vorgeschrieben, weil es theoretisch passieren könnte, dass beide Fragen (Ratsbegehren und Bürgerbegehren) mehrheitlich mit Ja beantwortet werden. In diesem Fall zählt dann nicht die größere Zahl von Ja-Stimmen, sondern das Ergebnis der Stichfrage.
- Zur Auffassung des Ratsbegehrens (Bürgerentscheid 1)
- Zur Auffassung des Bürgerbegehrens (Bürgerentscheid 2)

Die Bürgerinitiative "Kein Altstadtdach" informiert unter www.keinaltstadtdach.de.
Download der "Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in der Stadt Hof"
In seiner Sitzung am 23. Juli 2009 hat der Hofer Stadtrat mit einer großen Mehrheit entschieden, dass die Planungen für das Stadtentwicklungskonzept "Hofer Himmel" weitergehen.
Ferner wurde festgelegt, dass im Gesamtkonzept "Aufwertung der Altstadt" am Sonnenplatz mit den Umgestaltungsmaßnahmen begonnen werden soll und somit in diesem Bereich das erste Dachmodul des "Hofer Himmels" entstehen wird.
Größte Gruppe sind die "Supporter"
Bei der
Oberfrankenausstellung, auf der erstmalig die Pläne zum „Hofer Himmel“ zu sehen
waren, wurde eine Befragung der Gäste durchgeführt. Insgesamt wurden dabei 476
Besucher um ihre Meinung gebeten. Dabei handelte es sich um ein
Marktforschungsprojekt des Europäischen Management Instituts (emi e.V.) an der
Hochschule Hof, das im Auftrag der Stadt Hof durchgeführt wurde. Ziel war es,
ein wissenschaftlich fundiertes und aussagekräftiges Meinungsbild der Besucher
zum „Hofer Himmel“ zu erlangen.
Die Studentinnen und Studenten der Hochschule Hof haben unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Joachim Riedl die auf der Oberfrankenausstellung erfassten Daten aufgearbeitet, analysiert und ausgewertet.
Die stärkste Gruppe der Befragten bilden die "Supporter" mit 44,4 %, die der Meinung sind, dass etwas für die Hofer Altstadt getan werden muss, und die gleichzeitig im Hofer Himmel eine geeignete Maßnahme sehen. Eine kleine Gruppe von "Verweigerern" (5,5 %) meint, es solle alles so bleiben, wie es ist, und hält auch vom Projekt Hofer Himmel nicht viel. Ihr wird man es aber auch mit jedem anderen Projekt nicht recht machen können. Ein Gruppe von Kritikern (29,2 %) sieht Änderungsbedarf, ist aber vom Konzept noch nicht überzeugt und 17.8 % zählen zur Gruppe der Indifferrenten, die einen echten Maßnahmebedarf erkennen, aber das Projekt differenziert sehen.
Die Umfrageergebnisse stehen als Download zur Verfügung.
Auf der 69. Oberfranken-Ausstellung, die vom 25. April bis 03. Mai 2009 in der Freiheitshalle Hof stattfand, wurden erstmalig die Entwurfspläne zur Aufwertung und Umgestaltung der Altstadt veröffentlicht. Die Messe bildete dabei den richtigen Rahmen, um dieses Zukunftsprojekt den Hoferinnen und Hofern sowie den Gästen aus dem weiten Umkreis vorzustellen.
Ein Modell im Maßstab 1:200 veranschaulichte den gesamten Bereich der Altstadt vom Sonnenplatz bis zum Oberen Torplatz und präsentierte konkrete Ideen zum Konzept. Darüber hinaus gab es zahlreiche Details auf Plänen zu entdecken und vor allem auch so genannte Renderings mit Ansichten, wie es einmal aussehen soll. Dabei handelt es sich um Computersimulationen, die fast schon in Fotoqualität den Eindruck wiedergeben, der durch die Glasflächen in bestimmten Abschnitten der Fußgängerzone entsteht.
