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Fachbereich Stadtplanung
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Stadtoase St. Lorenz

Ein Kleinod mit Weitblick

Der Lorenzpark ist Keimzelle der Siedlungstätigkeit in der Stadt Hof und Ausgangspunkt der Hofer Kirchen- und Handelsgeschichte. Viele Jahrhunderte war der Lorenzpark der städtische Hauptfriedhof. Diese Nutzung wurde jedoch 1879 aufgegeben und es fand eine Umgestaltung und für eine neue Nutzung statt. Im Laufe der Zeit war der Park sehr in die Jahre gekommen, die Wege und Zäune marode, keine Barrierefreiheit vorhanden, die Ausstattung defekt und die Hecken verwildert. Die Rasenflächen wurden zugeparkt und der Park bot kaum mehr Aufenthaltsqualität. Im Jahr 2006 wurde die Umgestaltung des Lorenzparks im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept als Impulsprojekt mit hoher Priorität festgelegt. Zusammen mit der Hofer Bürgerschaft (u. a. Bürgergremium), Vertretern der Parteien und Vertretern der evangelisch lutherischen Kirchengemeinde St. Lorenz sowie mit dem zuständigen Pfarrer wurden 2007 und 2008 die Stärken und Schwächen sowie Ziele/Wünsche und das weitere Vorgehen zur Aufwertung dieser Parkanlage u. a. in Bürgerversammlungen erarbeitet. Im Jahr 2010 entschloss man sich dann auf Basis der genannten Wünsche und Ideen drei regionale Landschaftsarchitekten zu beauftragen eine Vorplanung zu erstellen. Auf dieser Basis wurde in intensiver Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadt von der Stadt eine Entwurfsgrundlage erarbeitet, die nach Vorstellung in den kirchlichen und politischen Gremien sowie nach öffentlicher Ausstellung in der Kirche überzeugen konnte und zur Umsetzung kam.

Der Lorenzpark ist Anlaufstelle für die Bewohner des Bahnhofsviertels und der Altstadt, für Familien und ältere Menschen, für Kirchgänger, für Passanten, „Einkaufende“ und „Arbeitende“ in der Altstadt, ein Ort der Begegnung, Entspannung und Kommunikation. Mit der Umgestaltung wird die Situation der verschiedenen Nutzergruppen wie folgt verbessert: Barrierefreie Zugänge zu Kirche, Park und Gemeindezentrum; Behindertengerechter Stellplatz; Absturzsicherungen entlang der Mauern; mehr Sicherheit für Kinder durch Auslagerung des Parkverkehrs aus der Anlage - klare Trennung PKW / Fußgänger; durch Beleuchtung (fehlte bisher) wird ein Angstraum behoben und die Sicherheit bei Abendveranstaltungen im Park werden erhöht. Durch die neuen, barrierefreien Beläge auf den Hauptwegen zur Kirche und zum Gemeindezentrum ist auch bei schlechtem Wetter für ältere Besucher, Besucher mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ein problemloses und sicheres Nutzen des Parks und der Gebäude möglich. Mit der Schaffung einer befestigten Multifunktionsflächen für Märkte, Veranstaltungen, Konzerte, etc. öffnet sich der Park zur Fußgängerzone (Lorenzstraße).

Im Jahr 2014 feierte die Lorenzkirche – Urkirche der Region – ihr 800-jähriges Bestehen. Das gesteckte Ziel von Kirche und Stadt, zur 800-Jahr-Feier den umgestalteten Lorenzpark einzuweihen, wurde erreicht. Diese in Hof bisher einmalige Partnerschaft zur Projektverwirklichung zwischen Stadt Hof (Planung und Bauleitung, Förderanträge, Städtebauförderung), Evangelischer Kirchengemeinde (Grundstückseigentümer, Anlieger) und der Gesamtkirchengemeinde (Bauherr) wurde nur möglich durch die breite finanzielle Unterstützung von Stiftungen (u.a. Oberfrankenstiftung, Landestiftung, Hermann- und Bertel-Müller Stiftung), Evangelische Landeskirche, Bund-Länder-Städtebauförderprogramm und zahlreicher weiterer Sponsoren. Das Projekt schafft nun neue Qualität und Sicherheit für ein „alteingesessenes soziales Zentrum“ im Herzen von Hof, verbunden mit dem Ziel die Allgemeinheit für die Geschichte des Ortes zu sensibilisieren und das denkmalgeschützte Ensemble für viele weitere Jahre zu sichern und nachhaltig mit Leben zu füllen.

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