Das Wirth-Denkmal

Die Freiheit steht im Mittelpunkt

"Eine zeitung

eine bühne

eine erhebung von unten

sie gleicht einem flugblatt

einer schwebenden kraft

einer fahne ohne farben

schwarz auf weiß

für die kraft des wortes

für den freien gedanken."


Andreas Theurer, 1997

 

Dr. Johann Georg August Wirth wurde am 20.11.1798 in Hof geboren, er verstarb am 26.7.1848 in Frankfurt am Main. Wirth kämpfte als Publizist, Verleger, Historiker, Jurist und Politiker sein Leben lang für Pressefreiheit, für die Öffentlichkeit der Gerichte, für die Trennung von Justiz und Verwaltung, für eine gemeinsame Volksvertretung, für ein vom Volk gewähltes Staatsoberhaupt und für ein vereintes, demokratisches Deutschland.

Gemeinsam mit Dr. Philipp Jakob Siebenpfeiffer verfasste er den Aufruf zur größten Volksversammlung auf deutschem Boden, zum Hambacher Fest von 1832. Dort trat er auch als Hauptredner auf. 1831 und 1832 erschien seine oppositionelle Zeitung „Deutsche Tribüne“, auf die das Denkmal Bezug nimmt.

Gefeiert als Freiheitsheld, verfolgt als Umstürzler und des Hochverrats angeklagt, über vier Jahre im Gefängnis eingekerkert und schließlich zur Flucht ins Exil gezwungen, blieb Wirth zeitlebens – wie Heinrich Heine schrieb – "ein tapferer Ritter der Freiheit".

Für ihre politische Überzeugung nahmen Wirth und seine Frau Regina bewusst Verfolgung, Trennung, wirtschaftliche Not und Exil in Kauf. Kurz vor seinem Tod erlebte er noch die Revolution in Deutschland und wurde in die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche gewählt.

Die "Tribüne" wurde 1997 von dem Bildhauer Andreas Theurer entworfen und in einer zweiten Fassung 2012 vor der Freiheitshalle errichtet.

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