Jean-Paul-Weg: Hof-Schwarzenbach

Von Kuhschnappel zum Birkenprater

Als junger Poet in Schwarzenbach a.d. Saale stößt Jean Paul auf Schwierigkeiten bei der lebendigen Darstellung von Frauengestalten. Um mehr Erfahrung mit der weiblichen sammeln zu können, schart er einen Kreis junger Mädchen, Töchter aus dem Bildungsbürgertum Hofs, um sich. Jeden Samstag läuft er nach Schulschluss von Schwarzenbach nach Hof zu dieser seiner „Erotischen Akademie“. Bei Diskussionen, Schreibspielen, nächtlichen Friedhofsgängen, musikalischen Darbietungen beobachtet er die jungen Damen. Als Motto für diese Zusammenkünfte notiert er: „Preisfrage: Wie weit darf die Freundschaft gegen das weibliche Geschlecht gehen und welcher Unterschied ist zwischen ihr und der Liebe?“

Abwechselnd erhält jede der hübschen, gebildeten Mädchen die Gunst des aufstrebenden Autors, bei Jean Paul „Simultan- oder Tuttiliebe“ genannt.

Seine Einsichten in die zweitrangige Rolle der Frau zu der damaligen Zeit ließ er in sein Werk einfließen:

„Nicht nur den weiblichen Körper, sondern auch die weibliche Seele presset eine ewige Schnürbrust.“

„Sie gehen von einer Kette zur anderen.“

„Ihre Hände werden so viel, ihre Köpfe so wenig beschäftigt, sie dürfen statt der Füße bloß ihre Fächer bewegen, und ihnen wird nichts verziehen, am wenigsten ein Herz.“

Der Weg ist in der Karte Nr. 64 "Hofer Land" des Fritsch Landkarten Verlags bereits eingezeichnet. Bei den Touristinformationen und in den Rathäusern ist kostenlos ein Flyer mit Erläuterungen und dem Verlauf des Weges erhältlich.

Download der Wegskizze. (ca. 2 MB)

alte Ansicht Schwarzenbachs

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