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Um Einheimischen und Besuchern historische Monumente, Straßen und Plätze Hofs vorzustellen und zu erklären, plant der Nordoberfränkische Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde e.V. die Aufstellung von etwa 80 sogenannter "Geschichtstafeln".

Die ersten 29 dieser Tafeln wurden bereits der Öffentlichkeit übergeben. Sie verbinden die Innenstadt durch zwei Rundwege und zeigen meist eine alte Ansicht, die der Betrachter mit der gegenwärtigen Situation, die er am Standort vorfindet, vergleichen kann.

Die Gestaltung der Tafeln

Nach Vorbildern in der nahe gelegenen Kleinstadt Schwarzenbach an der Saale, wo ein Rundweg über den berühmtesten Bewohner der Stadt, den Dichter Jean Paul, und ein Geschichtsweg entlang der Saale angelegt wurden, wurden Material und Größe der Tafeln gewählt. Bei einer Führung lernte der Arbeitskreis die Vor- und Nachteile des dort gewählten Systems kennen. Die Hofer Tafeln haben ein Format von 57 cm Breite und 40 cm Tiefe bei 8 mm Stärke. Sie werden an Wänden oder (ähnlich einem Rednerpult) abgewinkelt auf einem rund einen Meter aus dem Boden aufragenden Edelstahlgestänge angebracht, so dass sie von einem davor stehenden Betrachter gut gelesen werden können.

Die bedruckten Tafeln bestehen aus einem haltbaren, wetterfesten und abwaschbaren Kunststoff. Dieser ist verhältnismäßig robust gegen Vandalismus: Besprühungen mit Lack lassen sich entfernen, ohne die Drucke zu zerstören, und Löcher fasern nicht aus und quellen nicht auf. Regen, Eis und Schnee überstehen die Tafeln Jahre lang ohne Schaden. Auf aufwendigere Konstruktionen (z.B. aus Stein, Aluminium oder Edelstahl) wurde bewusst verzichtet, denn diese sind nicht sicherer vor Vandalismus als Kunststofftafeln und wesentlich teurer. Der einfachen und preiswerten Lösung wurde der Vorzug gegeben, damit es möglich ist, zerstörte Tafeln mit einem geringen finanziellen Aufwand auszutauschen.

Das Layout wurde einvernehmlich vom Tourismusbüro der Stadt, dem Stadtmarketing-Verein  und dem Arbeitskreis entwickelt. Es ist so zurückhaltend, dass die Tafeln zu den an vielen Gebäuden Hofs vorhandenen schwarz-gelben Schildern passen und nicht mit den Objekten optisch konkurrieren. Auf der anderen Seite ist die Gestaltung auffällig genug, um von einem Betrachter aus größerer Entfernung wahrgenommen zu werden. Farben wurden ausgewählt, die weitgehend vergilbungsfrei sind, da trotz der vom Hersteller versprochenen UV-Festigkeit im Laufe der Jahre eine Vergilbung eintritt.  Hintergrundfarbe der Tafeln ist ein helles Grau.

Am oberen Rand befinden sich ein Balken in den Hofer Stadtfarben (gelb und schwarz) und das Stadtwappen sowie die Nummer der Tafel. Am unteren Rand präsentiert ein gelber Balken die Signets der Sponsoren.

Auf der linken Seite enthalten die Tafeln gewöhnlich eine bildliche Darstellung (alte Fotos, Kartenausschnitte, Grafiken) und auf der rechten Seite einen Text mit historischen Erläuterungen. Die Fotos wurden überwiegend aus dem Stadtarchiv, Baupläne aus städtischen Bauakten, einzelne Bilder aus Privatbesitz oder von Museen bezogen. Die Texte kann man innerhalb von ein bis zwei Minuten lesen; auf kurze Sätze und verständliche Formulierungen wurde geachtet, um keine Bildungsbarrieren aufzubauen. Die Schrift ist serifenfrei und so groß, dass sie aus einem Meter Abstand auch bei leichter Fehlsichtigkeit gut gelesen werden kann.

Hofer Geschichtswege

1 und 2:

Download PDF-Dokument nördliche und südliche Innenstadt (29 MB)