Internationale Hofer Filmtage
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Als am 28. Mai 1967 das "Kleinste Filmfestival der Welt" abgehalten wurde,
war dies die Geburtsstunde der Hofer Filmtage. Dabei war das erste Festival nur
von zwei Stunden Dauer, neun Filme zwischen 59 Sekunden und 40 Minuten Dauer
wurden den rund 100 interessierten Besuchern gezeigt. Das Programm war
zusammengestellt und organisiert von Heinz Badewitz, einem jungen Kameramann und
Regisseur aus Hof, der sich zum Ziel gesetzt hatte, aus dem Mini- Festival
"Hofer Filmtage" entstehen zu lassen. Dies konnte nur dadurch ermöglicht werden,
weil Badewitz ein offenes Festival gestaltete, es fand keine Vorzensur statt,
was öffentlichen Zuschüssen im Wege stand: Die zweiten Hofer Filmtage fanden im
Mai 1968 statt. Die Filme waren provokant, das Publikum protestierte. Und
dennoch, oder gerade wegen der fehlenden Zensur, bildeten die Filmtage eine
Plattform für junge Künstler, zu deren Förderung sich ab dem dritten Festival
auch der Hofer Stadtrat entschied, wenn auch anfangs nur mit einem Zuschuß von
1000 DM. Ab der dritten Auflage war der inzwischen gegründete Cine- Center Hof
e.V. Veranstalter, man war in das Central- Theater in die Altstadt umgezogen, wo
das Festival seither jedes Jahr stattfindet.
Untrennbar verbunden sind die Hofer Filmtage nicht nur mit dem Namen
Badewitz, sondern auch mit dem Fußball: Kein Festival findet statt ohne einem
Spiel des FC Hofer Filmtage gegen die Auswahl des FC Hofer Filmwelt, einer der
erfolgreichsten Torjäger ist der bekannte Regisseur Werner Herzog.
Längst sind die Hofer Filmtage den Kinderschuhen entwachsen, Hof wird gelesen als "Home Of Films", wobei die internationale Kritik sich einig ist: Die Hofer Filmtage sind das zweitwichtigste deutsche Filmfestival nach der Berlinale. Den "Filmpreis der Stadt Hof", der 1986 zum ersten Mal gestiftet wurde, können Berühmtheiten wie Doris Dörrie, Wim Wenders oder Herbert Achternbusch ihr eigen nennen.




