Theresienstein - Wirtschaftsgebäude
Das alte klassizistische Wirtschaftsgebäude war schon in den Jahren ab1870 zu
klein geworden und befand sich in einem beklagenswerten Zustand.
Nachdem
Mittel für einen Neubau in Aussicht gestellt wurden, entwarf Stadtbaurat Albert
Mollweide, der Nachfolger von Gottlob Thomas, Pläne für ein neues Gebäude, das
1903 gebaut wurde.
Auf die Jugendstil-Villa im Hofer Stadtpark sind die Hofer besonders stolz.
Das Haus heißt "Theresienstein", oder wie der Hofer sagt: der "Stein". Der
Theresienstein ist eigentlich der Stadtpark, in dem sich das Haus befindet. Aber
weil das Haus selbst niemals einen eigenen Namen erhalten hat, wird es - genauso
wie der Stadtpark - Theresienstein genannt.
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Das Haus wurde weder von einem geistlichen noch weltlichen Fürsten errichtet.
Erlauchte Häupter gab es zu keiner Zeit in Hof, also haben sich die Bürgerinnen
und Bürger der Stadt um die vorletzte Jahrhundertwende selbst etwas Prächtiges,
Repräsentatives geschaffen.
In dem Haus hat niemals ein Adliger, ein Wirtschaftsmagnat oder eine sonstige
von der Öffentlichkeit bewunderte Persönlichkeit gewohnt. Es wurde als
Gesellschaftshaus konzipiert und hat - seit seiner Eröffnung 1902 bis heute -
ausschließlich den schönen Dingen des Lebens gedient, der Geselligkeit, dem Tanz
und der Unterhaltung.
Seine Hochzeit erlebte das Haus in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg.
Es gastierten hier Horst Brandenburg mit seinem Rias-Tanzorchester, das
Orchester Kurt Edelhagen, das Jochen-Brauer-Sextett, das Hazy-Osterwald-Sextett
und viele andere bekannte Show-Bands. Caterina Valente war zu Gast, Peter Hinnen
stand wochenlang Abend für Abend auf der Theresienstein-Bühne und Ivo Robic - zu
seiner Zeit einer der gefragtesten Schlager-Stars - gastierte mehrmals, auch
über Wochen hinweg.
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Dann begann die Zeit der Musikbox und des Platten-Auflegens. Die
Musikkonserve verdrängte die Live-Musik, und die Live-Musik war bald nicht mehr
bezahlbar. So wurde eine Diskothek aus dem Theresienstein. Aber auch diese zeit
war eines Tages zu Ende und das Haus fungierte - bis kurz nach der Bayerischen
Landesgartenschau 1994 - ausschließlich als Restaurant.
Inzwischen werden die Räume des Gebäudes für Vereins- und Familienfeiern,
Kabarett- oder Konzertabende, Tagungen und Vorträge vermietet. Außerdem befindet
sich in den unteren Räumen eine Sommergaststätte.
Vor dem Wirtschaftsgebäude befindet sich ein großer Platz an dessen
südwestlicher Seite nach Fertigstellung des Wirtschaftgebäudes ein Musikpavillon
mit floralen Ornamenten und reich verzierten Metallgeländern errichtet. In den
Sommermonaten wurden hier regelmäßig Standkonzerte geboten, die bei den Hofer
Bürgern sehr beliebt waren, und nach einer Gebäudesanierung in den 80er Jahren
wieder aufgenommen wurden..