Streichholzmuseum Wirth
Im Hofer Streichholzmuseum von Harald Wirth glaubt
man kaum, dass er selbst all diese faszinierenden Modelle wirklich aus den
kleinen Holzstäbchen gebaut hat. Bekannte Auto- und Motorradmarken sind zu
bewundern, die Gorch Fock, das Riesenrad aus dem Prater in Wien, eine ganze
Wildweststadt und noch vieles mehr - alles mit viel Liebe und Geschick aus
Streichhölzern detailgetreu nachgebaut.
Ein Glanzstück der Ausstellung ist die Dampflok der Baureihe 01 im Maßstab 1:43,5. Verbaut wurden 3700 Streichhölzer in über 700 Arbeitsstunden - nichts Außergewöhnliches für den Bastler, der oft Jahre für den Bau seiner Modelle benötigt.
An seinem jüngsten Modell hat er drei Jahre lang gearbeitet: 640 Stunden und 3700 Streichhölzer stecken in einem knapp 30 Zentimeter großen Ferrari. Motorhaube und Türen, Fenster und Lenkrad sind sogar beweglich.
„Ich bastle seit meinem zehnten Lebensjahr mit Streichhölzern“, sagt der
knapp 50-jährige Hofer. Ein Geduldsspiel sei es schon,
erklärt er, wenn er nachts über Stunden an einem
Modell arbeitet.
Man sieht es nicht auf den ersten Blick: Alle Teile sind beweglich und mit vielen Details ausgestattet - Reifen, Speichen selbst eine Motorradkette ist aus Streichhölzern.
Die zahlreichen Modelle wurden seit 1988 europaweit auf internationalen und nationalen Modellbau-Ausstellungen gezeigt. 1994 ist Harald Wirth als Besitzer der größten Sammlung von Streichholz-Fahrzeugen sogar ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden. Eine 600 Exemplare umfassende Sammlung von Streichholzschachteln ergänzt die Erlebnisschau.



