Startseite  |  Impressum  |  Sitemap  |  Datenschutz
Aktuelles
Deutsch English Česky Français
Schriftgröße
Stadtteilkonzept Kernstadt

 

Museumserweiterung

Freiheitshalle:
Generalsanierung mit Erweiterung

vergrößern

Ein städtisches Großprojekt: Die traditionsreiche Freiheitshalle soll fit für die Zukunft gemacht werden ... [ mehr  ]

Logo

Druckversion

Noch Ausstellungstücke gesucht

Erweiterung des Museums Bayerisches Vogtland um eine Abteilung zum Thema „Flucht, Vertreibung, Integration“

 

Rund 60 Jahre ist es inzwischen her, dass Millionen von Menschen in Folge des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat in den alten deutschen Ostgebieten verlassen und sich unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen auf einen entbehrungs- und verlustreichen Weg nach Westen machen mussten, der für viele zum Todesmarsch wurde.

Diejenigen, die ankamen, mussten sich in eine fremde Umgebung einfinden und sich dort mühsam eine neue Existenz aufbauen. Auch Hof wurde für viele Flüchtlinge und Vertriebene zur neuen Heimat. 

 

Diese historische Tatsache nimmt die Stadt nun zum Anlass, das Museum Bayerisches Vogtland um eine Abteilung zum Thema „Flucht, Vertreibung, Integration“ zu erweitern und auf diese Weise an die damaligen Geschehnisse zu erinnern. Untergebracht werden soll die neue Abteilung im Gebäude Sigmundsgraben 6, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden Museumsbau befindet und das bald für seine künftige Nutzung umgestaltet werden wird. Ein moderner Eingangsbereich soll zudem die beiden Häuser miteinander verbinden. Die hierfür erforderlichen Bauarbeiten werden im nächsten Monat beginnen.

Bevor es allerdings so weit sein wird, dass die neue Museumsabteilung eröffnet werden kann, gibt es noch viel zu tun: Ein auf gründlicher Recherchearbeit basierendes Ausstellungskonzept muss erstellt, Ausstellungsobjekte müssen gesammelt und Zeitzeugen befragt werden, bevor schließlich eine zeitgemäße, ansprechende und informative Museumspräsentation entwickelt und umgesetzt werden kann.

 

Ohne Hilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung kann ein solches Projekt freilich nicht gelingen. Das Museum Bayerisches Vogtland hofft daher auf eine rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, die hiermit ausdrücklich dazu aufgefordert seien, einerseits mit Objekten, andererseits aber auch mit Geschichten und Erinnerungen dazu beizutragen, dieses dunkle Kapitel der europäischen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Hierbei werden besonders auch solche Gegenstände gesucht, die auf den ersten Blick vielleicht unansehnlich und wenig spektakulär erscheinen, im Kontext des persönlich Erlebten aber zu Ausstellungsstücken von besonderem Wert werden können. So vermögen eine roh zusammen gezimmerte Fluchtkiste oder eine ramponierte, auf der Flucht mitgenommene Puppe beispielsweise mehr zu erzählen als der ausführlichste Text zum Thema. Auch Andenken an die alte Heimat oder unscheinbar wirkende Alltagsgegenstände, die zu den ersten Besitztümern in der neuen Heimat zählten, können im Rahmen der Museumserweiterung von großer Bedeutung sein. Wichtig sind stets die individuellen Geschichten, die sich mit den einzelnen Objekten verbinden.

 

Wer das Museum bei der Einrichtung der neuen Abteilung unterstützen und somit einen Beitrag zur Bewahrung der Erinnerung an die Ereignisse von damals leisten möchte, wird herzlich gebeten, sich mit der wissenschaftlichen Museumsmitarbeiterin Frau Stefanie Menke unter 09281/839050 in Verbindung zu setzen.

Oberbürgermeister und Mitarbeiter mit Aussstellungsstücken
v.l.: OB Dr. Harald Fichtner, Peter Hegwein, Stefanie Menke, Siegfried Leupold mit Ausstellungsstücken, die bereits gesammelt wurden