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Stadt Hof dringt auf Einhaltung der Anleinpflicht für Hunde

Zuletzt kam es im Stadtgebiet bedauerlicherweise zu mehreren Beißattacken von Hunden auf Passanten und Jogger. Aus diesem  Anlass weist die Stadt Hof auf die aktuell bestehenden Regelungen zur Anleinpflicht für Hunde hin.

In diesem Bereich besteht aufgrund unterschiedlicher kommunaler Regelungen oft eine Unsicherheit unter den Haltern. Die Regelungen in Hof sind aber einfach:

- In den Grünanlagen wie Theresienstein, Untreusee oder Saaleauen, müssen Hunde generell angeleint werden.

- Ausnahmen bestehen nur in den beiden ausgewiesenen Freilaufzonen am Hundebadestrand des Untreusees sowie in einer noch recht neuen Zone am Theresienstein.

- In der Intensivzone am Untreusee, d.h. vom Bootsanlegesteg bis zum Ende des Kiesstrandes in Gehrichtung Eppenreuth, dürfen Hunde nur auf den befestigten Wegen geführt werden, auf den Liegewiesen haben sie dagegen nichts zu suchen.

- Auf Spielplätzen oder Friedhöfen heißt es für Hunde dagegen: „Wir müssen draußen bleiben“.

Kontrolle

Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Hof führt im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit auch Kontrollen in Grünanlagen, insbesondere am Theresienstein durch. Die Halter von frei laufenden Hunden werden auf die Anleinpflicht hingewiesen und uneinsichtige oder wiederholt auffällige Hundehalter werden kostenpflichtig verwarnt. Das kann auch schon einmal teuer werden: Bis zu 2500 EUR können laut Satzung der Stadt dann nämlich fällig werden. Üblich sind jedoch Ordnungsgelder zwischen 35 und 50 EUR.

Vereinzelt: Beißkorbzwang

Auch wenn es zu Beißattacken kommt, werden natürlich Bußgelder fällig. Im Einzelfall kann sicherheitsrechtlich zum Beispiel auch ein Anlein- und/oder Beißkorbzwang ausgesprochen werden. Dies ist aber nur bei wirklich gravierenden Fällen oder wiederholten Angriffen möglich. Derzeit sind 11 derartige Anordnungen im Hofer Stadtgebiet in Kraft.

Negativbeispiel

Ein aktueller Fall einer Frau sticht besonders ins Auge – er zeigt, dass nicht Bußgelder, sondern die Vernunft der Hundehalter der ausschlaggebende Punkt bei der Vermeidung von Hundebissen ist: Die beiden Hunde der Frau waren in den letzten Jahren immer wieder durch Beißattacken auf Passanten aufgefallen. Zu ernsthaften Verletzungen kam es dabei aber glücklicherweise nicht. Da Abmahnungen und eine Selbstverpflichtung der Halterin nichts nützten, wurde vom städtischen Ordnungsamt zuerst ein genereller Anleinzwang angeordnet. Als es danach zu weiteren Vorfällen kam, wurde zusätzlich ein Beißkorbzwang erlassen. Doch auch dies schien für keinerlei Einsicht der Halterin zu sorgen: Bei weiteren Verstößen wurden deshalb Zwangsgelder von je 1000 € fällig. Zu dem Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung kommt mittlerweile noch eine Anklage, welche noch nicht verhandelt wurde. Doch auch das nutzte offenbar nichts und es kam abermals zu weiteren Beißattacken. Der Frau wurde in der Zwischenzeit deshalb jegliche Hundehaltung und das Führen von Hunden untersagt. Die Hunde musste sie an einen anderen Halter abgeben.

Oberbürgermeister Dr. Fichtner dazu: „Von den in den letzten Jahren bekannt gewordenen Beißvorfällen ereignete sich keiner in einer städtischen Grünanlage. Wir sehen aber bei Kontrollen und ich stelle auch persönlich fest, dass auch dort die Leinenpflicht von vielen Haltern nicht eingehalten wird. Deshalb ist es mir ein Anliegen nochmals eindringlich auf die Pflichten der Hundehalter hinzuweisen. Die Sicherheit von Kindern, Joggern und anderen Passanten hat absoluten Vorrang. Ich bitte deshalb die Hundehalter um Einsicht und um das Anbringen von Hundeleinen – natürlich weiß ich, dass die überwiegende Mehrheit der Hundehalter ihre Pflichten beachtet.“